Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., TX 2014/526
Schmidt, Emil [Hrsg.]
Catalog der im Anatomischen Institut der Universität Leipzig aufgestellten craniologischen Sammlung des Herrn Dr. Emil Schmidt: nach dem Bestande vom 1. April 1886 zusammengestellt von Dr. Emil Schmidt
[Braunschweig], [1887?]
Seite: F 173
(PDF, 44 MB)
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Anatomische Literatur

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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/catalog1887/0183
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A. 33. Aus Mook's Sammlung. Wohlerhaltener Mumienkopf, ohne Binden. Gesichtszüge sehr ausdrucksvoll
. Haut schwarz, trocken, hart, stellenweise pechglänzend. Kopfhaare 1 bis 2cm lang, gerade,
fuchsigbraun, Bart nicht nachzuweisen. Weichtheile (am Halse) pechdurchtränkt.

A. 34. Aus Mook's Sammlung. Fast ganz von Leinwand entblösster Mumienkopf, an welchem der Knochen
am Hinterkopfe etwa in handgrosser Fläche frei liegt. Gesichtszüge gut ausgeprägt, Nase abgeplattet,
Mund geschlossen, breit, Lippen schmal. Haut braunschwarz, pechdurchtränkt, hart, trocken,
"Weichtheile (am Halse) braun, zäh-faserig.

A. 35. Von mir in Theben von ägyptischen Bauern gekauft. Am Untergesichte rechts bis zum Ohre einschliesslich
grobe, mit Pech angeklebte Leinwand; auf dem Scheitel liegt in handtellergrosser Ausdehnung
der Knochen frei. Im Uebrigen liegt die dünne, schwarze, rauh verwitterte Haut zu
Tage. Kopfhaare circa 5 cm lang, gebogen, braun-fuchsig.

A. 36. Aus Mook's Sammlung. Am Hinterkopfe und an der Schädelbasis liegt der Knochen frei; im
Uebrigen ist der Schädel in grobe, stark pechdurchtränkte Leinwand unförmlich eingehüllt.

A. 37. Aus Mook's Sammlung. Mumienkopf, nur am Hinterkopfe findet sich noch aus mehrfachen, mit
Harz zusammengebackenen Schichten bestehende Leinwand. Sonst ist fast überall nur eine einfache,
der Haut eng angeklebte Leinwandschicht vorhanden. An manchen Stellen tritt die schwarzbraune,
harte, trockene Haut zu Tage. Nase im knorpeligen Theile abgebrochen; ebenso fehlt das Kinn
von den Mundwinkeln an abwärts.

A. 38. Aus Mook's Sammlung. In harzige, schwarze, ziemlich eng anliegende Binden eingehüllter Kopf,
die Binden sind noch mit grösseren, gelbschwarzen, aufgeklebten Leinwandlappen bedeckt. An dem
freistehenden Kinne sind noch etwa 5 cm lange, gelbe Bartstoppeln zu erkennen.

A. 39. Aus Mook's Sammlung. Schwerer, stark mit Pech überzogener, schwarzer Kopf. Am grössten
Theile des Hirnschädels liegt die schwarz glänzende, haarlose Haut bindenentblösst frei zu Tage; das
Gesicht ist zum grössten Theile von eng anliegenden, stark pechdurchtränkten Binden bedeckt.

A. 40. Aus Mook's Sammlung. Mumienköpfchen eines etwa zweijährigen Kindes. Das Gesicht ist grossen-
theils von Leinwand und Weichtheilen entblösst, der Hirnschädel zum grössten Theile umwickelt
und zerbrochen. Unter den Leinenschichten erkennt man rechts grobes, strickartiges Bastgewebe, das
in den zerbrochenen Schädel eingeführt ist; links liegen Klumpen gelber, erdiger, in die Schädelhöhle
hineinragender Massen unter der Leinwand.

A. 41. Aus Mook's Sammlung. Der Hirnschädel ist von oben und hinten her ganz eingebrochen (Knochenfragmente
erhalten); in der Schädelhöhle rechts oben ein dicker Pechkuchen. Das Uebrige ist dick
in stark pechdurchtränkte Binden eingehüllt. An manchen Stellen (Stirn, Gesicht, Halsbeuge) gelblich
- röthliche, erdige Massen.

A. 42. Aus Mook's Sammlung. In Pechbinden eingehüllter Kopf. Das ganze Gesicht ist mit groben, gelben
Lappen bedeckt, nach deren Aufheben man einen grossen Defect am Stirnbeine bemerkt, durch welchen
die tieferen Lappen in die Schädelhöhle eingeführt sind. Sie sind in der Tiefe mit gelblich-
röthlicher Erde durchsetzt.

A. 43. Aus Mook's Sammlung. An der rechten Stirn- und Schläfenpartie, sowie an der Gegend beider
Augen und der oberen Nase fehlen die Binden und hier liegt die braunschwarze, harte, rauhe Haut
zu Tage. An den Schläfen sind 1/2 cm lange, gerade Haarstoppeln sichtbar. Im Uebrigen ist der
Schädel in mehrfache Lagen pechdurchtränkter, an den oberen Schichten gelber, schwarz durch Pech
gefleckter Binden eingehüllt.

A. 44. Aus Mook's Sammlung. .Leichter Schädel, ganz in schmutzig-gelbe, stellenweise mit Pech dünn
bestrichene und zusammengeklebte Binden eingehüllt.

A. 45. Aus Mook's Sammlung. In regelmässige, dicke, gelbe Bindenlagen schön eingewickelter Kopf; aus
den Binden schaut eine Gesichtsmaske (papier mache) heraus, von welcher die Nasen- und die rechte
Vfangenpartie fehlt. Mund, linkes Auge und äussere Partie des rechten Auges sind aufgemalt.

A. 46. Aus Mook's Sammlung. Unförmlicher, dick in pechdurchtränkte, harte Leinwandmassen eingehüllter
Kopf. Am Gesicht (besonders rechts) fehlen die Binden; rechte Nasen- und Jochbeinpartie ist
ausgebrochen und man schaut in die weit offene Nasen- und Highmorshöhle.


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