Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., TX 2014/526
Schmidt, Emil [Hrsg.]
Catalog der im Anatomischen Institut der Universität Leipzig aufgestellten craniologischen Sammlung des Herrn Dr. Emil Schmidt: nach dem Bestande vom 1. April 1886 zusammengestellt von Dr. Emil Schmidt
[Braunschweig], [1887?]
Seite: F 174
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Anatomische Literatur

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A. 47. Aus Mook's Sammlung. Dick in harzige Binden eingehüllter, unförmlicher Kopf, von dem die Ohren
wie dicke Wülste hervorstehen.

A. 48. Aus Mook's Sammlung. Aus seinen Leinenhüllen herausgeschälter Kopf. Haut schwarz, hart;

Kopfhaar 1 bis 2 cm lang, gerade, fuchsig-gelbbraun. Barthaare an Unterlippe, Oberlippe und Kinn
spärlich, ca. l^cm lang, fuchsig. Gesichtszüge sprechend. Augen offen, Augenbrauen kantig vortretend
, in der Mittellinie an einander stossend; Nase kräftig vortretend, Nasenlöcher, besonders das
rechte, weit; Nasendach durchbohrt. Im geöffneten Munde liegen oben der Zahnrand, unten die
etwas nach rechts vorgestreckte schmale Zunge zu Tage. Ohren mässig gross, anliegend.

A. 49. Aus Mook's Sammlung. Schwarzer, mit reichlichen Harzbinden umwickelter Mumienkopf, an welchem
man auf Scheitel und Hinterkopf ziemlich langes, lockiges, durch Pech angeklebtes Haar erkennt
. Nase stark vorspringend, Gesichtszüge im Uebrigen undeutlich.

A. 50. Aus Mook's Sammlung. Gesicht und linke Schläfengegend nicht von Binden bedeckt; knorpeliger
Theil der Nase abgebrochen, ebenso der linke Theil der Unterlippe und die diesem entsprechenden
Zähne, so dass man hier in die Mundhöhle weit hineinschauen kann. An den Schläfen, an den
Backen und an den Mundwinkeln ziemlich kurzes, gerades, durch Pech angeklebtes Haar. Gesichtszüge
wenig deutlich. Der übrige Schädel ist in dicke, harz durchtränkte Bindenlagen eingehüllt.

A. 51. Aus Mook's Sammlung. Kinderköpfchen, ganz in Binden eingehüllt, die zum grossen Theile mit
erdigen, schmutzig-graugelben, trockenen Massen überstrichen sind.

A. 52. Aus Mook's Sammlung. In dicke, braunschwarze Binden und Lappen, die mit Harz zusammen-
gebackt sind, unförmlich eingehüllter Kopf. Dabei ein grosser Lappen gelbbrauner, grober Mumienleinwand
.

A. 53. Aus Mook's Sammlung. Von angeschmolzenen Pechlappen bedeckter Kopf; erstere bilden besonders
hinten eine dicke, weit abstehende Masse. Linker Theil des Mundes und der unteren Nasenpartie
schauen aus der Bindenumhüllung unbedeckt heraus.

A. 54. Aus Mook's Sammlung. Ober- und Hinterkopf sind nicht von Binden bedeckt, haarlos; das Uebrige
liegt unter harzdurchtränkten Bindenschichten, über welche am ganzen Gesicht noch mehrfache Lagen
von Leinenlappen liegen, die mit gelblichen, erdig-pulverigen Massen durchsetzt sind.

A. 55. Aus Mook's Sammlung. Kleiner Kopf, an dem an der rechten Seite die Knochen des Gesichts und
des grössten Theiles des Hirnschädels frei liegen, während links die Haut zu einem dünnen, grauen
Ueberzug eingetrocknet ist. Kopfhaare dicht, 2 bis 3 cm lang, gebogen, fuchsig-braun. (Jugendlich
weiblicher Schädel.)

A. 56. Aus Mook's Sammlung. Mumienschädel, um welchen zunächst dünne, schwarze, pechdurchtränkte,
darüber grössere, gelbe Leinenlappen gelegt sind. Links ist diese Hülle grossentheils abgestossen,
und hier liegt am Yorderkopfe der hellgelbe Knochen in grösserer Ausdehnung frei. Nase abgestossen
; die schmalen Lippen sind geschlossen. Unter den Lidern erkennt man beiderseits weisse
Plättchen (Alabaster?), die in die Augen eingesetzt sind.

A. 57. Aus Mook's Sammlung. Aus den Leinenhüllen von mir ausgeschälter Kopf. Haut fest, hart, meist
schwarz, an der Stirn ledergelb. Am Kopfe ziemlich langes, lockiges, mit schwarzem Pech verklebtes,
braunes Haar. An Wange und Kinn Bartspuren. Physiognomie äusserst charakteristisch, Nase
stark vorspringend, spitz überhängend. Unterlippe nach oben verzogen. Auf beiden Augen sind
dünne Goldplättchen angeklebt.

A. 58. Aus Mook's Sammlung. Unförmlicher, rings in braune Binden und Lappen eingehüllter Kopf.

A. 59. Aus Mook's Sammlung. Kopf und Hals in stark pechdurchtränkte Binden und Lappen eingehüllt.

Im Gesicht ist um die Nasengegend herum die Pechhülle abgebrochen, desgleichen der knorpelige
Theil der Nase, so dass man über den Nasengängen das Loch im Dache der Nasenhöhle erkennen kann.

A. 60. Aus Mook's Sammlung. Nur dünn in braune, brüchige Binden eingehüllt, so dass die Formen des
Gesichts und die Ohren in ihren Hauptzügen hervortreten. In der Gegend der rechten Backe fehlen
die Binden; hier sieht man im geöffneten Munde drei flach abgekaute Zähne. In der rechten Schläfe
ein den Knochen penetrirendes Loch, das mit Leinwand und mit erdiger, gelblich-röthlicher Masse
zugeklebt ist.

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