Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., TX 2014/526
Schmidt, Emil [Hrsg.]
Catalog der im Anatomischen Institut der Universität Leipzig aufgestellten craniologischen Sammlung des Herrn Dr. Emil Schmidt: nach dem Bestande vom 1. April 1886 zusammengestellt von Dr. Emil Schmidt
[Braunschweig], [1887?]
Seite: F 175
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Anatomische Literatur

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A. 61. Aus Mook's Sammlung. Kopf mit Hals in eng anliegende, harte, pechdurchtränkte Lappen und
Binden eingehüllt. Nase nur sehr undeutlich erkennbar, dagegen treten die stark nach aussen gewandten
Ohren schärfer gezeichnet hervor. Haut (am Halse) braun, hart, trocken. Weichtheile zähfaserig.

A. 62. Aus Mook's Sammlung. Ganz in braune, grobe, durch Pech angeklebte, dicke Binden eingehüllter
Kopf und Hals. Nur die Nasenspitze, Oberlippe und Zunge liegen von Binden unbedeckt da. Der
hintere Theil der Mundhöhle durch einen Pechkuchen mit glänzender Oberfläche geschlossen.

A. 63. Aus Mook's Sammlung. Dick in grobe, gelbschwarze Binden eingehüllter Kopf und Hals. Nur am
Kinn liegt die bartlose, glänzend schwarze, steinharte Haut, am Hinterkopfe schlichtes, braunes,
ca. 8 cm langes Haar zu Tage; gleiches Haar kommt auch unter den Binden am Halse wieder zum
Vorschein.

A. 64. Aus Mook's Sammlung. Dick in Leinenbinden eingehüllt, deren untere Lagen pechdurchtränkt und
schwarz, deren obere locker und gelb sind. Gesichtszüge ganz verdeckt; nur die Nasenspitze tritt
als ein unbestimmter, stumpfer Vorsprung hervor.

A. 65. Aus Mook's Sammlung. In eng anliegende, grobe, stark pechdurchtränkte Leinwand eingehüllter
Kopf. Nur an der rechten Schläfen- und Wangenseite, sowie an der ganzen Untergesichtsgegend
fehlen die Binden. Zähne gerade abgekaut, Lippen schmal, Barthaare nicht nachzuweisen.

A. 66. Aus Mook's Sammlung. In pechdurchtränkte Binden und Lappen eingehüllter Kopf, an dem Mund,
Nase und Backenknochen nur sehr undeutlich hervortreten. Die Binden fehlen über dem rechten
Scheitelbeine; hier liegt über dem Tuber parietale der helle, ockergelbe Knochen, unterhalb desselben
die dünne, braune, haarlose Haut zu Tage.

A. 67. Aus Mook's Sammlung. Auf dem Scheitel liegt sehr grobe Leinwand angeklebt; im Uebrigen
liegen die Weichtheile frei, die aber, schmierig-feucht geworden und später wieder eingetrocknet, die
Gesichtszüge nicht sehr deutlich hervortreten lassen. Rechte Jochbeingegend, wie es scheint, schon
vor dem Einbalsamiren eingedrückt; der Defect mit groben Lappen verstopft. Auf dem Kopfe etwa
4 bis 5 cm langes, braunes, kraus-lockiges Haar. An Backen und Kinn dichter, krauser, kurzer,
brauner Bart.

A. 68. Aus Mook's Sammlung. Ohne Leinwandhülle. Weichtheile braun, hart, pechdurchtränkt, im Gesichte
stark verwittert, so dass dessen Züge wenig deutlich sind. Besonders ist die Nase stark Verstössen
. Kein Barthaar. Auf dem Scheitel kurzes, am Hinterkopfe längeres, gelocktes, braunschwarzfuchsiges
Haar.

A. 69. Von mir in Theben von ägyptischen Bauern gekauft. Grösstentheils in grobe, pechdurchtränkte
Leinwand eingehüllter Kopf. Die Gesichtszüge treten nur undeutlich hervor. Nasenspitze und
oberer, rechter Theil des Hinterkopfes liegen frei; an dieser Stelle ganz kurze (circa x/2 cm)> gerade,
fuchsigbraune Haarreste ; Haut schwarz, dünn, hart.

A. 70. Aus Mook's Sammlung. Unförmliche Masse, die von Binden, hartem Pech und gelber Erde bedeckt
ist. Nase und Kinn treten nur undeutlich hervor. Die rechte Seite der Stirn war vor der Ein-
balsamirung eingeschlagen; die Bruchfläche ist mit gelber, erdiger Masse verschmiert. Im Schädel
Binden und eingetrocknete Hirnmasse. Dach der Nasenhöhle nicht durchbohrt.

A. 71. Aus Mook's Sammlung. Kleiner (kindlicher) Kopf, an welchem nur die rechte Gesichtsseite und
die Mundgegend bindenfrei sind. An der rechten Schläfengegend kurzes, braunschwarzes, ziemlich
gerades Haar; die übrigen Theile in mehrfache, pechdurchtränkte Leinwandschichten eingehüllt. Auf
der linken Seite des Kopfes Spuren von Vergoldung.

A. 72. Aus Mook's Sammlung. Um das Gesicht und den unteren Theil des Hirnschädels ist ein grosser,
grober Lappen eng umgewickelt und angeklebt. Scheitel frei, mulmig - schimmelig, aber hart und
trocken. Haare kurz, straff, schwarz. Am Hinterkopfe liegt der Knochen frei. Das Ganze ist in
einen grossen, groben Leinwandlappen locker eingeschlagen.

A. 73. Aus Mook's Sammlung. Unförmliche, dicke Masse, bedeckt von Pech und gelbbraunen Binden.
Von der Gesichtsform ist kaum etwas zu erkennen.

A. 74. Aus Mook's Sammlung. Kleiner, von schmalen Binden theilweise umwundener Kopf. Kinn ausgebrochen
. Weichtheile braun, hart-mulmig; Gesichtszüge wenig deutlich; Haare nicht zu erkennen.


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