Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., TX 2014/526
Schmidt, Emil [Hrsg.]
Catalog der im Anatomischen Institut der Universität Leipzig aufgestellten craniologischen Sammlung des Herrn Dr. Emil Schmidt: nach dem Bestande vom 1. April 1886 zusammengestellt von Dr. Emil Schmidt
[Braunschweig], [1887?]
Seite: F 176
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Anatomische Literatur

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Lizenz: Public Domain Mark 1.0
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/catalog1887/0186
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A. 75. Aus Mook's Sammlung. Massig kleiner Kopf, dessen rechte Seite grösstenteils von Binden frei,
dessen linke grösstentheils von Leinwand bedeckt ist, die theils mit Pech, theils mit gelber Erde
durchsetzt ist. Haare mit Pech zusammengeklebt, fuchsigbraun, massig lang, dicht. Barthaare nicht
nachzuweisen.

A. 76. Aus Mook's Sammlung. Mumienkopf, dessen rechte Gesichtsseite und Hirnschädel grösstentheils
von groben, pechdurchtränkten Binden bedeckt ist. An der linken Gesichtsseite liegt die schwarze,
trockene, harte Haut frei, der vordere Theil des Gesichtes ist grossentheils ausgebrochen, so dass
Schädel-, Nasen- und Mundhöhle weit offen daliegen. Am Gesichte sind keine Haare erkennbar, auf
dem Scheitel schauen braune, gerade, dichte Haare zwischen den Binden hindurch.

A. 77. Aus Mook's Sammlung. Mumienkopf. Hirnschädel mit dünner Schicht pechgetränkter Binden bedeckt
, Gesicht unter der Stirn grösstentheils bindenfrei. Gesichtszüge mässig deutlich; Weichtheile
zerstossen und stellenweise wurmzerfressen. Auf beiden Backen ausgiebige Spuren von Vergoldung.
Spuren von Backenbart erkennbar.

A. 78. Aus Mook's Sammlung. Auf dem Scheitel liegt der Knochen frei, ebenso auf beiden Jochbeinen;

das Uebrige ist grösstentheils von sehr verwitterten, mulmig zusammengebackenen Weichtheilen
bedeckt.

A. 79. Aus Mook's Sammlung. Mumienkopf. Am Gesichte eine Bedeckung durch eine einfache Leinenschicht
, am Hinterkopfe liegt der Knochen frei. Gesichtszüge gut zu erkennen. Linke Seite des
Gehirnschädels eingedrückt. Im Schädel ein Pechkuchen; am Nacken erdige, steinharte, gelbe Massen.
Der Kopf ist in einen mässig feinen, weissgelben Leinenlappen eingeschlagen.

A. 80. Aus Mook's Sammlung. Unförmlicher, dick in pechdurchtränkte Leinwand eingewickelter Mumienkopf
, an welchem die Gesichtszüge nicht mehr zu erkennen sind. In der rechten Backengegend
fehlen Binden und Weichtheile; man sieht hier ein, wie es scheint, altes, 4 cm langes, 2x/2 cm hohes
Loch in der äusseren Wand des Unterkiefers, der hier frei liegt.

A. 81. Aus Mook's Sammlung. Mumienköpfchen eines kleinen Kindes von etwa 3 bis 4 Jahren. Hinterkopf
stark zerbrochen, linker Oberkiefer gleichfalls fracturirt. Stirn und Unterkiefergegend mit
Pechbinden bedeckt; am Obergesichte liegt grösstentheils der Knochen frei.

A. 82. Aus Mook's Sammlung. Mumienkopf, ohne Binden, zum grossen Theil mulmig-schimmelig verwittert.
Trocken. Gesichtszüge wenig deutlich erkennbar.

A. 83. Aus Mook's Sammlung. Harziger Mumienkopf mit Hals, ohne Binden. Oberfläche graubraun
pulverig. Gesichtszüge sehr wohl erhalten, Augenlider dick, Augen offen, Mund weit offenstehend;
oben stehen die Schneidezähne hervor, unten liegt die flache Zunge zwischen den Lippen, in der
Tiefe des Mundes grobe, weisse Leinwand. Nase ziemlich gross und breit, Nasenlöcher weit, in ihrer
Tiefe erkennt man die Durchbohrung im Nasendache. Ohren weit abstehend. Kopfhaare und Bart
nicht vorhanden.

A. 84. Aus Mook's Sammlung. Mumienkopf und Hals ohne Binden. Haut dünn, pergamentähnlich eingetrocknet
, schwarzbraun. Auf dem Kopfe kurzes, circa x/2 cm langes, gerades , fuchsiggelbes Haar.
Am Kinn und auf den Backen Spuren von Bart. Gesichtszüge wohl erhalten und ausdrucksvoll;
Augenlider offen, Augäpfel eingesunken. Nasenlöcher weit, Nasendach durchbohrt; Nase vorstehend,
im knorpeligen Theile etwas eingesunken. Zahnreihen fest geschlossen, Lippen dünn, etwas von einander
abstehend. Ohren klein, wenig abstehend.

A. 85. Von mir in Theben von ägyptischen Bauern gekauft. In angeklebte, pechdurchtränkte Leinwand eingehüllt
. Am Hinterkopfe liegt die dünne, harte, braune Haut mit Spuren von Haaren frei, am
Untergesichte der Knochen des Körpers des Unterkiefers.

A. 86. Aus Mook's Sammlung. Kopf und Hals, die rundum in gelbe Binden und Lappen eingewickelt
sind, durch welche aber das Pech an vielen Stellen schwarz hindurchschlägt. Gesichtsformen und
Ohren nur undeutlich wulstig hervortretend.

A. 87. Aus Mook's Sammlung. Kopf und Hals, die in gelbe Leinenbinden eingehüllt sind, durch welche
das Pech stellenweise schwarz hin durchschlägt. Gesichtszüge undeutlich, die Ohren treten als weit
abstehende, kantige Wülste hervor.


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