Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., TX 2014/526
Schmidt, Emil [Hrsg.]
Catalog der im Anatomischen Institut der Universität Leipzig aufgestellten craniologischen Sammlung des Herrn Dr. Emil Schmidt: nach dem Bestande vom 1. April 1886 zusammengestellt von Dr. Emil Schmidt
[Braunschweig], [1887?]
Seite: F 177
(PDF, 44 MB)
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Anatomische Literatur

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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/catalog1887/0187
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A. 88. Aus Mook's Sammlung. Dick in schwarzbraune, hartbrüchige, grobe Leinenbinden eingehüllt,
welche die ganze Modellirung von Gesicht, Ohren etc. verdecken.

A. 89. Aus Mook's Sammlung. Kopf und Hals ohne Binden. Haut braun, lederartig, hart, stellenweise
mit grünem Schimmel bedeckt. Kopfhaare 5 bis 8 cm lang, lockig, fuchsig-dunkelbraun. Gesichtszüge
deutlich, aber verzerrt, Nase ganz flach eingesunken, Augenlider geschlossen, Augäpfel eingesunken
, Lippen dünn, Oberlippe weit vorgezogen und nach oben umgekrempelt; zwischen den
sichtbaren Zähnen ist die bandartig dünne Zunge hervorgestreckt; das ganze Gesicht erinnert in
seiner jetzigen Gestalt an eine Hottentotten-Physiognomie.

A. 90. Aus Mook's Sammlung. Schöner (weiblicher) Kopf. Nur am Hinterhaupte mehrfache Schichten
gelber, mit schwarzem Pech zusammengebackener Leinwand. Haare lang, wellig, dunkelbraun, in
schlangenähnliche Bündel zusammengeklebt; Gesichtszüge friedlich schön; obere Augenlider gesenkt,
Nase fein angesetzt, massig gross, fein geschnitten, Mund geschlossen.

A. 91. Aus Mook's Sammlung. Mumienkopf, der grossentheils mit schwarzen, pechdurchtränkten Lappen
bedeckt ist, während an anderen Stellen Haare und Haut freiliegen. Kopfhaar wellig, ziemlich lang,
schwarbraun; Haut (an Backen und Stirn) pechglänzend. Ueber der Nase an der Stirn liegen Reste
von Vergoldung frei; die von Leinwand bedeckte Nase tritt spitz und weit hervor. Barthaare nicht
nachzuweisen.

A. 92. Aus Mook's Sammlung. Keine Leinenbedeckung. Haut grossentheils pechglänzend, im Gesichte
matt, gerissen und stellenweise zerstossen. Nase abgebrochen, Nasendach durchbohrt. Augengegend
Verstössen, Mund mässig vorstehend, Lippen schmal.

A. 93. Aus Mook's Sammlung. Mumienkopf, in stark pechdurchtränkte Binden eingewickelt; Nase abgebrochen
; Alveolarrand des Oberkiefers freiliegend (mittlere Schneidezähne intra vitam, die übrigen
post mortem ausgefallen). Untergesicht (incl. Unterkiefer) ausgebrochen. Im Defect steckt eine, mit
gelben Leinwandbinden umwickelte Palmenrippe, die in der Richtung von vorn nach hinten gegen
das Hinterhauptsloch hin gerichtet ist und hier im Knochen feststeckt. In der Leinwand stellenweise
harte, gelbe, erdige Klumpen.

A. 94. Aus Mook's Sammlung. Mumienkopf. Gesicht theilweise von pechdurchtränkten Binden bedeckt;

an anderen Stellen liegt der Knochen frei; Hirnschädel in grössere und kleinere Fragmente zerbrochen.

A. 95. Von mir in Theben von ägyptischen Bauern gekauft. Mumienkopf, an dessen Hinterkopfe der Knochen
frei liegt, dessen Scheitel und Gesicht aber von gelblichröthlichen, mit Pech angeklebten Leinenlappen
bedeckt ist, durch welche die Gesichtszüge nur undeutlich sich bemerkbar machen. Haar
wellig lockig, mässig lang, schwarz.

A. 96. Aus Mook's Sammlung. Mumienkopf, an welchem im Ganzen nur wenige Weichtheile und Leinwandreste
noch vorhanden sind. Knochen zerbrochen; ein grösseres Fragment umfasst den Hinterkopf
, ein anderes das Obergesicht und den grössten Theil des Stirnbeines. Unterkiefer fehlt; Alveolen
des Oberkiefers stark geschrumpft. Dabei ein grosser Pechkuchen, der in der Schädelhöhle gelegen
hatte ; in der linken Orbita ein dicker, runder, pechgetränkter Leinenbausch.

A. 97. Aus Mook's Sammlung. Unförmlicher, in dicke, pechdurchtränkte, schwarze Leinwandmassen eingehüllter
Kopf.

A. 98. Aus Mook's Sammlung. Unförmlicher Kopf, an welchem der Gesichtstheil grösstentheils fehlt.

(Unterkiefer vorhanden.) Binden grob, stark pechdurchsetzt, stellenweise mit erdig-gelben Massen
überzogen.

A. 99. Aus Mook's Sammlung. Dick in grauschwarze Leinwandbinden und Lappen ringsum eingehüllter
Kopf, an welchem die Gesichtszüge nur sehr undeutlich hervortreten.

A. 100. Aus Mook's Sammlung. Unförmlicher, dick in gelbe, zum grossen Theile durch Pech schwarz gefärbte
Binden und Lappen eng eingehüllter Kopf, an welchem die Gesichtszüge nicht erkennbar sind.

A. 101. Aus Mook's Sammlung. Unförmlicher Mumienkopf. Dicke Lagen von eng zusammengeklebten,
dunkelgraubraunen Binden; Nasengegend zerstossen, so dass die (unten abgebrochenen) Nasenbeine,
sowie ein Theil des linken oberen, knöchernen Orbitalrandes sichtbar ist.

Die anthropologischen Sammlungen Deutschlands. 23
Privat-Sammlungen. I.


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