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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/das_museum_03/0021
Giotto, Joachim bei den Hirten.
Wandgemälde. Padua, Cappella delT Arena.

Die Farbengebung der Frührenaissance.

IM Laufe der fünf Jahrhunderte, die seit der Begründung
der neuzeitlichen Mal weise verflossen
sind, hat die Farbengebung mancherlei Wandlungen
durchzumachen gehabt. Im 14. und 15. Jahrhundert
huldigte sie noch ganz dem mittelalterlichen Grund-
satz, die Komposition in dekorativer Weise auf dem
Gleichgewicht der einzelnen Farbenflecke aufzubauen;
zur Zeit der Hochrenaissance leitete sie allmählich
zu einer modellierenden Weise über, welche wesentlich
den Gegensatz von hell und dunkel hervortreten
liess; im 17. Jahrhundert gelangte diese neue Auffassungsweise
zu voller, wenn auch nicht ausschliesslicher
Herrschaft; doch auch noch in der Folgezeit
blieb das Streben nach einer mehr die Farbe betonenden
Behandlungsweise daneben bestehen.

Die aufsteigende Entwickelung geht somit bis
zu einem gewissen Zeitpunkte, um von da ab in
das Nebeneinander und den Wechsel zweier einander
im Grunde entgegengesetzter Richtungen überzugehen.
Da das Wesentliche hierbei nicht die Entwickelung
an sich, sondern der Gegensatz zwischen der mehr
farbigen und der mehr plastischen Auffassungsweise
ist, so empfiehlt es sich, dort einen Einschnitt zu
machen, wo die Alleinherrschaft des mittelalterlichen

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