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-sr^)- ARNOLD BÖCKLIN -C^=^
ARNOLD BÖCKLIN ERSTE FASSUNG DES „FRÜHLINGSABEND
(Aus dem ersten Florentiner Aufenthalt stammend — Das Original im Besitz von Maximilian von Heyl in Darmstadt)
malen, oder sich sein Bild von einem andern
vor- resp. durchdenken zu lassen, beschwören
zu dürfen. Er kann nicht und nirgends unfrei
sein.
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Böcklin erzählt in seinen Bildern doch
nicht eigentlich. Es ist freilich stets eine
gewisse ganz deutliche Handlung da, oder
doch eine sprechende Staffage. Aber jene
berichtet nie über einen historischen oder
genrehaften Einzelfall, sondern sucht unter
dem Einzelnen das Allgemeine darzustellen.
Nehmen wir an, er malt eine Schlacht, so
wird er sich nicht durch Waffenröcke und
Porträts an den Einzelfall binden, sondern
den sozusagen elementaren Charakter des
wilden Ringens darstellen. Höchstens dass
er der allgemeinen Bewegung den Gegensatz
eines ruhigen Feldherrn entgegensetzte und
dadurch auf diesen den Blick lenkte, dem
Ereignis auch nach dieser Seite hin seine
Individualität wahrte.
Ich denke dabei an Rubens, der es ebenso
machte, speziell an seinen prachtvollen Sieg
Heinrichs IV. in den Uffizien. Schlacht
das heisst für ihn Kampf: Alles ist Bewegung
, Verkürzung, überall noch Gegensätze
, nirgends breites Ausruhen, Ausgleiche.
Gegeben war nur die gepanzerte Figur des
Königs: die hellsten Glanzlichter auf dunklem
sehr ausgeführtem Grund. Alles andere
konnte er nun, im Gegensatz zu ihr, breit
und wild gestalten, als freiesten Ausdruck
künstlerischer Absicht, nicht weiter fertig als
es zu dieser Grundidee ihm nötig schien -
umsomehr blieb trotzdem die Majestät des
Siegers Hauptsache.
Oder im andern Fall: er erhöht durch seine
sprechende Staffage nur die Deutlichkeit der
empfundenen Stimmung, verkörpert noch einmal
das Angeschaute, hilft ihm zu zweifelloserem
Ausdruck er ist zu reich, um
sich mit der blossen Landschaft zu begnügen,
so sehr er ihrer Herr ist. Er muss die
Natur gleich den Alten vermenschlichen
, beleben, nicht mit Individualitäten,
sondern mit Verkörperungen ihrer Kräfte.
Sie sind nicht ihrer selbst wegen da, sondern
relativ sie helfen seinen Eindruck ins Grosse,
Allgemeine erheben. Es ist nicht bloss
Stimmung auf diese Weise, es sind Naturmythen
, die er dichtet.
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Mit hellen ungetrübten Künstleraugen sieht
er seinem Stoff ins Gesicht. Seine Stoffe
(oder besser Anlässe; denn Stoffe, die ihn in
Die Kunst fllr Alk XVII.
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