Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 5. Band.1902
Seite: 113
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_05_1902/0133
~*-ss5> PERSONAL- UND ATELIER-NACHRICHTEN C^=^

Regiment. Diese waren durch das noch trockene
Kanalbett in die Batterie gekommen. Hünten hat
den Moment dargestellt, wie Oberst von Stössel,
hochaufgerichtet im Sattel, seinem Trompeter den
Befehl giebt, durch ein Signal die aus der Verfolgung
der französischen Kavallerie glücklich hervorgezogenen
Teile seines Regiments nach der anderen
Kanalseite zu rufen, um den schon in der Batterie
befindlichen Husaren zu Hilfe zu kommen. Auch
diese Episode aus der Geschichte des zweiten Leibregiments
ist sehr anschaulich und lebendig wiedergegeben
und wie auf dem andern Bilde das sandige
Terrain des märkischen Bodens, der das Schlachtfeld
von Dennewitz war, ist hier die Situation bei
Paris, La Vilette im Hintergrunde, vortrefflich geschildert
, rz.

l£ASSEL. An die hiesige Kunstschule wurde als
Lehrer der Bildhauer Erich Hoesel in Dresden
berufen.

DERLIN. Die Meldung, dass der Kaiser für das
*^ vor dem Brandenburger-Thor geplante Denkmal
der Kaiserin Friedrich den Kasseler Künstler Hans
Everding in Aussicht genommen habe, wird als
unrichtig bezeichnet. Der in Rom lebende Bildhauer
Fritz Gerth wird jetzt als der bereits
Beauftragte genannt. Das, wie es heisst, die Kaiserin
mitKrone und Krönungsmantel darstellende Denkmal
soll zusammen mit dem dem Kaiser Friedrich bestimmten
am 18. Oktober 1902 enthüllt werden.
Die Gestaltung beider Denkmals-Anlagen ist ähnlich
der in der Siegesallee aufgestellten Gruppen geplant
. Nur sollen die jeweils das Standbild des
Kaisers und der Kaiserin flankierenden Büsten (für
das erstgenannte sind die von Blumenthal und
Helmholtz, für das zweite die des Philosophen
Zeller und des Chemikers Hofmann vom Kaiser
bestimmt worden) nicht hinter das Denkmal treten,
sondern ihm zur Seite die Abschlüsse einer halbrunden
Marmorbank bilden. Diese Bank soll dann
rechts und links Fortsetzung durch gradlinige, hier
und da dekorativ geschmückte Balustraden finden.
Auch Brunnenanlagen sollen bei beiden Denkmälern
hinzutreten. Das von Prof. Adolf Brütt entworfene
Standbild des Kaisers geht bereits in allernächster
Zeit seiner Vollendung entgegen.

"CRANKFURT a. M. Max Schüler's Bildnis der
*■ »Saharet«, das dieses Heft eröffnet, vermag sich
gegen Lenbachs vielbewunderte Porträtschöpfung
dieser Tänzerin zu behaupten. Auch wer die »Sa-
haret« nicht kennt, wird aus dem hier so gelassen
dreinblickenden neckischen Gesichtchen die tolle
Munterkeit dieses Geschöpfes ahnen, die urplötzlich
aus momentaner Ruhe zur wildesten Ausgelassenheit
überspringen kann. Und so vereinigt sich denn
auch in dieser Schöpfung Schülers mit all' ihr eigenen
äusseren Eleganz der tüchtige Ehrlichkeitssinn
Bonnat'scher Schulung, der den 1854 geborenen, vor
seinen Pariser Studienjahren in München und Düsseldorf
ausgebildeten Künstler zu einem seit Jahren
bereits vielbeschäftigten Porträtisten hat werden
lassen.

JY^ÜNCHEN. Mit dem Titel eines kgl. Professors
wurden vom Prinzregenten anlässlich seines
Namensfestes ausgezeichnet die Maler Anton Laup-
heimer und Max Slevogt. — In die durch das
Ableben des Konservators Dr. Adolf Bayers-
dorfer erledigte Stelle des I. Konservators der
Zentral-Gemäldedirektion hierselbst wurde der bisherige
II. Konservator derselben, Prof. August

Holmberg, Direktor der Kgl. Neuen Pinakothek,
und in den Gehalt der Klasse VII lit. e des Gehaltsregulativs
für die pragmatischen Staatsdiener im
Ressort des Kgl. Staatsministeriums des Innern für
Kirchen- und Schulangelegenheiten der Konservator
Hermann Bever in Schieissheim für seine Person
unter Ernennung zum Mitgliede der Galeriekommission
vorgerückt; die Stelle des II. Konservators
der gedachten Direktion wurde dem Assistenten der
Kupferstich- und Handzeichnungen-Sammlung und
Privatdozenten an der Universität Dr. Karl Voll
in München übertragen.

/GESTORBEN: In Prag am 1. Oktober der Bild-
hauer Boguslav Schnirch; in Weimar, vierundachtzig
Jahre alt, der Maler Professor Sixt. Thon ;
in München am 22. Oktober der Maler Josef
Herrmanstörfer ; in Stuttgart am 27. Oktober,
zweiundsiebzig Jahre alt, der Landschafter und
grossherz.-badische Hofmaler Franz Xaver von
Riedmüller.

Fig. 24. JAPANISCHE NIPPSACHE (O KIMONO)
Die buddhistische Gottheit Kuannon darstellend
Satzume-Steingut

Die Kunst für Alle XVII.

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