Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 5. Band.1902
Seite: 120
(PDF, 174 MB)
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-*-s^> KUNSTLITTERATUR <^=^

geborene Künstlernatur, die kraft ihrer Anlage befähigt
war, das Wesen der Böcklinschen Kunst
nach allen Richtungen hin zu erfassen. Eine grosse
Menge feiner Gedanken und Bemerkungen in dem
Buche gehören ihm und lassen ihn auch ausserhalb
seines Verhältnisses zu dem unsterblichen
Freund als einen Menschen erscheinen, dessen
Bekanntschaft gemacht zu haben, kein Verehrer der
Kunst bedauern wird. H R.

Fig. 32. JAPANISCHES GEWEBE

Glycinen-Muster in Gold-Brokat. 17. —18. Jahrh.
Die Farbe des Grundes geht von Dunkelbraun in
Rot und in Weiss über. Das Bambusgitterwerk
golden; die Blätter grün mit Goldrändern; die
Blütentrauben in den mannigfachsten Farben

Friedrich von Boetticher, Malerwerke des
19. Jahrhundert. II. Bandes 2. Hälfte: Saal bis
Zwengauer. (Dresden, Fr. v. Boettichers Verlag, 10 M.)

Mit diesem Halbband ist das verdienstvolle Werk,
das im Laufe seines allmählichen Erscheinens bereits
allen denen wertvoll geworden ist, die in fortgesetztem
Gebrauch aus seiner Eigenart Nutzen ziehen
konnten, zum Abschluss gekommen. Es handelt sich
in dem in zwei umfangreichen Bänden von nahezu
jeweils 1000 Seiten jetzt vorliegendem Ganzen um
den Versuch, das künstlerische Schaffen der namhaften
Vertreter der deutschen Malerei des abgelaufenen
Jahrhunderts in einem Verzeichnis ihrer
Hauptwerke zu registrieren. Auch eine Reihe
ausländischer Künstler, welche zu den ständigen
Gästen deutscher Ausstellungen zählen, ist zu
gleicher Behandlung herangezogen worden. Dazu
werden sodann biographische Daten gegeben, es
finden sich Angaben darüber, wo die betreffenden
Originale, den Ermittlungen v. Boettichers nach, zum
erstenmal ausgestellt worden sind, in welch' öffentlichen
oder Privatbesitz sie event. gelangten, und,
was ganz besonders zu betonen ist, es bieten sich
dem Benützer des Buches in grosser Fülle Nachweise
über die in Ausstellungskatalogen, Kunst- oder
sonstigen Zeitschriften erschienenen graphischen
Reproduktionen der betreffenden Süjets. Es liegt
auf der Hand, dass eine Vollständigkeit in all' diesen
Materialien nicht beabsichtigt war und als Arbeit
eines Einzelnen auch wohl kaum hätte erzielt werden
können. Uneingeschränktes Lob aber wird trotzdem
jeder Benutzer des Buches Dem zollen, was der
Herausgeber mit ungeheurem Fleiss und emsigem
Spürsinn in ihm zu Nutz und Frommen aller derer
zusammengebracht hat, denen um ein positives
Wissen in der behandelten Materie zu thun sein
muss. Ist so das Buch dem eigentlichen Kunsthistoriker
unentbehrlich, so wird auch der ernsthafte
Kunstfreund es sich gern anschaffen, um zu gebotenen
Gelegenheiten sich über dies und das zu
orientieren, was er in den eigentlichen Künstler-
Lexika ihrer anderen Bestimmung wegen eben notwendiger
Weise vermissen muss.

Eugen Voss, B i 1 d e r p f 1 e g e. Ein Handbuch
für Bilderbesitzer (Berlin, Schwetschke & Sohn, 4 M.)

Das Buch kann allen denen von Nutzen sein,
welchen an einer guten Erhaltung ihrer Bilderschätze
gelegen ist. Lässt es doch so gut wie keine Frage
unbeantwortet, die in Bezug auf die Behandlung von
Oelbildern entstehen kann. Die Kompetenz seines
Verfassers dürfte sich unseren Lesern, abgesehen
dass dieser selbst Künstler ist, aus dem Beitrag
ergeben, den gerade das vorliegende Heft unserer
Zeitschrift aus seiner Feder bringt. Die in dem
Buche enthaltenen Darlegungen über die Beseitigung
entstandener Bilderschäden werden durch eine Reihe
beigegebener Abbildungen erläutert. An besonderer
Stelle auch ist die Litteratur über die Restaurierungs-
Wissenschaft zusammengetragen.

Müller's Allgemeines Künstler-Lexikon
(Frankfurt, Litterarische Anstalt) ist in seiner von
Hans Wolfgang Singer völlig umgearbeiteten
dritten Auflage soeben vollständig geworden. Wir
wissen der Neu-Ausgabe dieses Werkes kein
grösseres Lob zu spenden, als dass wir sie »wirklich
brauchbar« auch bis in die allerjüngste Zeit
hinein bezeichnen. Es verbindet sich damit der
Begriff der Unentbehrlichkeit für alle diejenigen,
die schaffend oder geniessend zur bildenden Kunst
in Beziehung stehen. Das komplette Werk kostet
in fünf Bänden gebunden 60 und 62 M.

Redaktionsschluss: 2. November 1901. Ausgabe: 14. November 1901.

Herausgeber: Friedrich Pecht. — Verantwortlicher Redakteur: Fritz Schwärtz.
Verlagsanstalt F. Bruckmann a.-g. in München, Nymphenburgerstr. 86. — Druck von Ai.phons Bruckmann, München.


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