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-a--Ss£> DIE MÜNCHENER CANALETTOS -entsprechen
, was sie sagen sollen. Nur der
Meister selbst hat sie auch in das ärmere
Idiom der graphischen Wiedergabe völlig zu
übertragen gewusst: er hat die Mehrzahl
seiner für Dresden gemalten Bilder in grossen
Radierungen nachgeschaffen, die zu den köstlichsten
Schöpfungen der Radierkunst überhaupt
gehören. Eines dieser Blätter hat die
Reichsdruckerei, die ganze Serie, vierundzwanzig
Nummern umfassend, der Verein für
Geschichte Dresdens (leider nur als Gabe für
seine Mitglieder) in schönen Reproduktionen
veröffentlicht. Wer die letzte Publikation, die
der Dresdener Stadtarchivar Dr. Richter treff-
DIE FRAUENKIRCHE BERNARDO BELOT
«« IN DRESDEN «« (Die Originale in de
lieh eingeleitet und erläutert hat, in behaglichem
Durchblättern geniessen, wer die Gemälde
in der Dresdner oder Wiener Galerie
sich in öfterem Betrachten und Bewundern
innerlich zu eigen machen konnte, der wird
es für keinen Raub achten, den jüngeren Cana-
letto als einen der wahrhaft grossen, einen der
reichsten und liebenswürdigsten Künstler des
achtzehnten Jahrhunderts zu verehren.
Und da gerade in diesen Wochen in der Stadt,
die ihre Vergangenheit in Canalettos Kunst
so schön verewigt sieht, die berufensten
Männer über künstlerische Erziehung der
Jugend beraten haben, so sei endlich noch
O gen. CANALETTO DIE EHEM. KREUZKIR-
Dresdener Galerie) « CHE ZU DRESDEN «
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