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Albert Küsthardtj in München am 15. November
der Maler Paul Martin; ebenda am gleichen Tage
der Maler Anton Windmaier, einunddreissig Jahre
alt und, neunundvierzig Jahre alt, der Maler Prof.
Ernst Zimmermann. (Wir kommen auf ihn zurück.)
VON AUSSTELLUNGEN
UND SAMMLUNGEN
LJANNOVER. Seit kurzem ist hier unter dem
Namen »Hannoverscher Kunst-Salon« eine permanente
Kunstausstellung vornehmen Stiles eröffnet
. Die künstlerische Leitung des Unternehmens
ist dem hiesigen Landschaftsmaler
G. Koken
übertragen, der
geschäftlicheTeil liegt
in der Hand des Herrn
L. Fuge. Das Ausstellungs
-Lokal befindet
sich in dem Neubau
der St. Georgs-
Passage, in bester
Geschäfts- und Verkehrslage
, am Westende
der Georgstrasse.
Die Räume bestehen
aus viergrossen Sälen
und einigen für Graphik
und Kleinkunst
bestimmten kleineren
Abteilungen und bieten
in ihren 250 qm
umfassenden Wandflächen
die besten
Lichtverhältnisse. Die
Ausstellung ist in
diskret modernem
Sinne feinfarbig und
vornehm gehalten und
durch sparsame Verteilung
der Kunstwerke
, durch Aufstellung
künstlerischer
Möbel- und Dekorationsstücke
in ihrem
Eindrucke zu der
wohligen Intimität
eines Privat-Salons
gesteigert. Die erste
Ausstellung, welche
unter vielem anderen
grössere Kollektionen
mann, Vezin
herm. hidd1ng
von Dill, A. von Hoff-
, von Volkmann etc., insgesamt
hundertdreissig Werke vereinigt, legt in ihrer
frischen Zusammenstellung und dem feinfühligen
Arrangement der Einzelobjekte für die Qualifikation
der künstlerischen Leitung ein vollwichtiges und
vielversprechendes Zeugnis ab. Wenn das neue,
unter allgemeiner Sympathie eröffnete Unternehmen
das heute gezeigte Niveau innehält, so darf man
ihm ohne Zweifel auf Grund einer guten finanziellen
Fundierung durch hiesige Kunstfreunde, einer
thatkräftigen Leitung und einer noblen Inscenie-
rung die besten künstlerischen und materiellen
Erfolge prophezeien, Erfolge, die mangels dieser
Faktoren verschiedene ähnliche Unternehmungen
in früheren Jahren nicht erreicht haben. Wie die
stetig steigenden Besuchs- und Verkaufsziffern der
grossen Ausstellung des Kunstvereins beweisen,
bietet die Stadt Hannover mit ihren 350000 Einwohnern
und ihrem starken Prozentsatze Gutsituierter
für gediegene künstlerische Unternehmungen
einen günstigen Boden, und es ist daher mit Sicherheit
zu erwarten, dass der Hannoversche Kunst-
Salon bei kluger Verwaltung ein bedeutsames Element
im Kunstleben der Stadt werden und dazu
dienen wird, neben der achtwöchentlichen grossen
Ausstellung das Interesse des Publikums für die
zeitgenössische Produktion zu mehren und zu vertiefen
, der hiesigen Künstlergemeinde reiche Anregung
zu schaffen und Hannover als Kunstplatz
in der Beachtung auswärtiger Künstler wesentlich
zu heben. Der letztere Umstand wird auch der
grossen Jahresausstellung zu gute kommen, deren
Katalog in den letzten Jahren an einer gewissen
Monotonie leidet und
von einer Art von
Stammgast-Beschickung
Zeugnis giebt.
Zahlreiche Künstler,
die bisher mit ihren
Werken Hannover leider
fern geblieben
sind, werden ohne
Zweifel durch den
Hannoverschen
Kunst - Salon interessiert
und angezogen
werden und durch
die günstigen Verkaufschancen
auch
zur Beschickung der
grossen Ausstellung,
die alljährlich etwa
100,000 M. in Kunstwerken
umsetzt, sich
veranlasst fühlen. So
ist von der Eröffnung
des Hannoverschen
Kunst - Salons nach
mancher Seite hin
eine Bereicherung des
stadthannoverschen
Kunstlebens zu erhoffen
. — Von seiten
derStadtverwaltung ist
die Begründung eines
»Vaterländischen Museums
der Stadt Hannover
« beschlossen
worden. Durch Ankauf
von verschiedenen
Sammlungen mit
einem Aufwände von
etwa 70000 M. wurde der erste Grundstein zu dem geplanten
Institute gelegt. Mit dieser neuesten Schöpfung
steigt die Zahl der hiesigen Museen auf sechs. PI.
DREMEN. Der Erweiterungsplan der Kunsthalle,
der durch die Spenden einiger kunstsinnigen
Bürger, namentlich des Herrn Carl Schütte, ermöglicht
wurde, geht seiner Vollendung entgegen.
Die neuen Oberlichtsäle und Seitenlichtkabinette
können nach Massverhältnissen und Beleuchtung als
mustergültig bezeichnet werden. An der inneren
Ausstattung, bei der die verschiedensten Arten und
Farben der Wandbespannung berücksichtigt werden,
wird gegenwärtig mit Eifer gearbeitet. Die Südseite
des in massvollen Renaissanceformen gehaltenen
Baues wird mit zwei dekorativen Reliefs von der
Hand des in Florenz lebenden Bildhauers Georg
Roemer geschmückt. Mitte Februar nächsten Jahres
wird der Bau mit einer internationalen Kunstausstellung
eröffnet werden.
entwurf für ein richard
wagner-denkmal in berlin
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