Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 5. Band.1902
Seite: 283
(PDF, 174 MB)
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~ir££> VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN -C^^

H. TOLD fei. FESTKARTE PAUL JUNGHANNS fec. P. JUNGHANNS fec.

Postkarte von der „Bauernkirta" Postkarte von der „Bauernkirta"

Granitsch und Eugenie Münk. Erstere
besonders weiss ihre Porträts sehr breit,
kräftig und einfach zu gestalten. Allerdings
lässt die etwas derbe Realistik der Auffassung
kein Gefühl eines höheren Interesses
an der Psyche der dargestellten Persönlichkeit
aufkommen. Zu erwähnen ist
noch eine gut und lebendig erfasste Truthahnstudie
von Marie Egner, Fischerboote
von Bertha v. Tarnoczy, und
ein etwas miniaturartig aufgefasstes, aber
liebevoll gesehenes Porträt der Dichterin

M. von
Ebner-
Esch-
enbach

festkarte

H. BEK-GRAN fec.

von
Marie
Müller
.
Unverkennbar
ist aber
in dieser Ausstellung
eine gesteigerte
Leist-
ungsfähigkeitder

Künstlerinnen
zu bemerken.
Nicht wie früher
sind anmutige,

limonadenhaft
süssliche Themen
, wie es
sonst Kunstgepflogenheit
der
Damen war, behandelt
. Die

Lebensauffassung
der malenden
Frauen ist
eine tiefere, ernstere
geworden;

festkarte

geo ,m. meinzolt fec.

ihre Konzeptionen schliessen sich dem Gedankenzug
der modernen Empfindungsthemen an. Das Hübsche
ist dem Wahren gewichen. - - Auch in der Galerie
Miethke sind einige gute Sachen zu sehen. Von
Deutschen haben die Münchner Otto Henschel
und Erich Kuithan, ersterer eine Apotheose der
Kaiserin Elisabeth, letzterer eine Reihe Landschaftsbilder
ausgestellt. Franz Rüben aus Venedig ist
mit allerlei Architekturen und Naturstimmungen
vertreten, und von Ismael Gentz aus Berlin ist
eine ganze Sammlung von Original-Algraphien, sehr
lebendige Künstlerporträts, da. Zwei Oesterreicher,
Oskar Herrmann aus Triest und Max Kurzweil,-
Mitglied der Wiener Secession, erregen unsere Aufmerksamkeit
. Oskar Herrmann sucht seine Künstlervision
in einem Frauentypus zu konzentrieren. Er
malt weisse, leuchtende, mysteriöse Frauenantlitze,
aus denen brennendschwarze Augen hervorglühen.
Eine gewisse hysterische Fixität des Blickes giebt
diesen Typen einen unnatürlich krankhaften Zug.
Es ist zu viel Pose in den Idealgestaltungen Herr-

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