Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 5. Band.1902
Seite: 540
(PDF, 174 MB)
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:~£^> DÜSSELDORFER AUSSTELLUNG <^=^

ROBERT FORELL F-ELDHAUPTMANN
Düsseldorfer Ausstellung

dem Vogelschen Bilde die vierundzwanzig
Senatoren aus der Säulenhalle heraus - - und
was für eine Sammlung
von feinen und

durchgearbeiteten
energischen Köpfen.
Auch sonst leistet
Berlin in den Porträts
sein Bestes —
neben Kiesel, Ziegler
, scheuren-
berg, Meyn sind
zumal in der Seces-
sion ganz ausgezeichnete
Stücke: Leo
von KöNiGerscheint
mit einem feinen,
ganz auf schwarz
und graugrün gestimmten
Damenbildnis
, in dem deutlich
der Einfluss

Laverys spricht,
Dora Hitz ist gut
vertreten, vor allem
aber Reinhold und
Sabine Lepsius mit
Porträts, die mit

einer raffinierten
weichenTechnik den

höchsten farbigen Effekt anstreben. Arthur
Kampf bringt sein Walzwerk, eine bildmässige
Wiederholung der Hauptgruppe seines einen
grossen Wandgemäldes in seiner Vaterstadt
Aachen — die Halbakte mit vollendeter Kunst
gemalt. Ernst Hausmann stellt ein Zigeunerweib
auf der Flucht aus, fast altmeisterlich im
Ton, das man getrost neben den besten alten
Knaus stellen kann. In der Berliner Secession
herrscht sonst als die am meisten in die Augen
fallende Grösse Max Liebermann. Fünf seiner
besten Bilder sind hier vereinigt, darunter seine
Netzflickerinnen aus der Hamburger Kunsthalle
, die mit ihrer herben und grosszügigen
Typik fast an Millets Gestalten heranragen.
Von einer ganz neuen Seite, mit einer fein beobachteten
Interieurwirkung zeigt ihn seine alte
Frau am Fenster. Von Ludwig von Hofmann
erscheint neben seinem bekannten älteren
Idyll, das vor Jahren in Berlin dem jungen
Künstler den ersten Lorbeer eintrug (Abb.
XIV. Jahrg. S. 169), jetzt im Besitz von Karl
von der Heydt in Godesberg, seine „Heisse
Nacht", schwarze Panther, die durch das Mondlicht
lautlos zum Ufer schleichen, im Hintergrund
ein Menschenpaar, das in dieser Freinacht
sich liebestrunken in die Arme stürzt
(Abb. im nächsten Heft). In ganz ähnlichen
Bahnen wandert Martin Brandenburg mit
seinen Märchenbildern. Sein „Parsifal" (Abb.

RUDOLF KONOPA

AUF DER WE1 DE

Deutsch-Nationale Kunstausstellung zu Düsseldorf

540


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