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-^Ö> DÜSSELDORFER AUSSTELLUNG -C^=^
seine im Besitz der Nationalgalerie befindliche
„Todesstunde" (s. XVI. J. S. 548), die für die
Düsseldorfer Galerie angekauften „Steinklopferinnen
", die im vorigen Jahr in Dresden viel bewundert
waren, und ein neues Bild „In der
Kirche" (Abb. s. S. 561), das wohl auch nicht
lange in seinem Atelier bleiben wird. Die
„Todesstunde" steht jener älteren erzählenden
Richtung am nächsten: soll sie nun wirklich,
weil sie mehr giebt als einen Ausschnitt von sich
unbeobachtet fühlenden Figuren, das kleinere
Kunstwerk darstellen? Ich schätze es gerade
am höchsten: es geht etwas von dem feierlichen
Ernst dieser letzten Stunde und von der Majestät
des Todes von diesem Bilde aus - - mild verklärend
liegt der letzte goldene Lichtstrahl über
dem Verscheidenden. Ganz wundervoll gemalt
ist das letzte Bild, das spät, erst im August, auf
der Ausstellung eingetroffen ist: mit der Bevorzugung
der blauen Stimmung wie in den
Steinklopferinnen — wie viel Luft und Duft
liegt in diesem Kircheninneren; der mächtige
Raum — es ist die Empore von St. Quirin in
Neuss — verdämmert nach hinten, und mit
welcher Tiefe sind diese drei einsamen Beter
aufgefasst und charakterisiert. Man stellt sich
gern vor, wie dieser kraftvolle und doch ver-
feinerte Naturalismus in Düsseldorf Boden
gewinnen und Schule machen möchte.
Die Porträtmaler haben in dem letzten Jahrzehnt
immer mehr an Ruf gewonnen. In der
Bildniskunst liegt ein Teil des allerbesten Könnens
von Düsseldorf. Unter den älteren und
längst bekannten ist Carl Sohn mit einem
feinen, mit liebenswürdiger Grazie aufgefassten
Mädchenbildnis, Max Volkhart mit seinem in
der Auffassung sehr bedeutenden Porträt des
Professor Oeder (Abb. XIII. J. S. 312), dessen
geistreicher Kopf mit höchster Treue wiedergegeben
ist, die ruhige nachlässige Haltung
BENJAMIN VAUTIER DIE SCHACHSPIELER
Kunstausstellung zu Düsseldorf — Photographieverlag von Franz Hanfstaengl in München
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