Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 106
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-si=4sö> W. A. S. BENSON, LONDON <^=^

Werkstätte, in welcher er seine ersten Muster
entwickelte. Sie bewegten sich in derjenigen
sachlichen und klaren Formensprache, die
seinen Leistungen seitdem eigentümlich geblieben
ist. Er näherte sich der ihm vorliegenden
Aufgabe eigentlich mehr vom Standpunkte
des Ingenieurs als vom formalen, und
gerade dadurch schuf er neuzeitlich. Und
das letztere um so mehr, als es sich für
ihn darum handelte, nicht eine einmalig herzustellende
, sondern eine zu fabrizierende Form
zu schaffen. Mit so klaren Zielen und so
sehr aus den Bedingungen unsrer Zeit entwickelten
Gesichtspunkten mussten klare, vernünftige
und gangbare Erzeugnisse entstehen,
und in der That sind die benson'schen
Lampen bis in die neuere Zeit die einzigen
gewesen, auf die man zurückkommen musste,
wenn man eine praktische und dem guten
Geschmack entsprechende Lampe suchte.
Der Erfolg blieb denn auch nicht aus, er

brachte bald die Vergrösserung der Werkstätten
zu einer Fabrik mit sich, die sich
jetzt in Chiswick bei Londen befindet, sowie
die Anlage ausgedehnter Schauräume in
einer der vornehmsten Strassen Londons,
New Bond Street. Ein Besuch der letzteren
gehört für jeden, der das Kunstgewerbe Englands
kennen lernen will, zu den dankbarsten
Unternehmungen.

Es ist selbstverständlich, dass sich das
Wirkungsfeld Benson's, nachdem er seine
ersten guten Lampenformen entwickelt hatte,
weiter ausdehnte und allmählich allerhand
andere Metallgegenstände umfasste. Zu den
von ihm fabrizierten Sachen gehören jetzt
ausser Stand-, Hänge- und Wandlampen jeder
Art auch Leuchter, Kronen, elektrische
Beleuchtungskörper, Kannen, Theegeschirr,
Feuergeräte und unzählige andere Metallarbeiten
. Bei allen überrascht eine ganz
klare sachgemässe Gestaltung, nicht ohne
dabei eine Menge neuer, oft genialer Gedanken
in Bezug auf die erhöhte Gebrauchsfähigkeit
, vereinfachte Herstellungsweise
u. s. w. zu verraten. Die Gegenstände sind
gerade aus diesem Sachlichkeitsgrunde immer
erfreulich, und dass sie keine „Kunsf'preise
tragen, sondern für diejenigen Marktpreise

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