Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 116
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und fest ineinander gefügt; nur im nötigsten
Falle - - bei dem für amerikanische Beine unentbehrlichen
Wippingchair und bei einzelnen
Armlehnen ist eine volle Rundung in
der Linie zu merken. Dagegen sind Metallsachen
, also vor allem die Beleuchtungskörper,
rund gearbeitet, reich und mannigfaltig verglast
. Auffallend ist an allen diesen Interieurs,
wie viele Male die Formmotive wiederholt sind.
Man betrachte daraufhin Speisezimmer und
drawingroom. Am merkwürdigsten für europäische
Augen ist vielleicht der Bau des
Billardzimmers mit seiner Schichtenform.
Diese aufeinandergestapelten Holzlagen geben
ein gutes Symbol amerikanischer, noch etwas
urwäldlerischer Bauart ab. Und doch wird
man all diesen Räumen nachrühmen können,
dass sich in ihnen ein starker Sinn für Komfort
äussert. Und die vielen Blumen, die durch
die Zimmer verteilt sind, weisen angenehm
auf poetische Bedürfnisse der Bewohner hin.

VON GRIECHISCHER GEFÄSS-
MALEREI

Dr. Heinrich Bulle

Die dekorative Kunst unserer Zeit hat
sich zu ihrem Heile auf die Grundbedingungen
einer gesunden Existenz und
Weiterentwicklung besonnen. Die alten Stile
sind abgethan. Die Quellen für das neue
Schaffen sollen sein: das praktische Bedürfnis
und die Anpassung frisch gesehener, frisch
stilisierter Naturformen.

Aber damit ist nicht ausgeschlossen, dass
man immer noch von dem lernt, was früher
war. Namentlich von den Griechen. Das sagen
wir nicht aus einseitiger Vorliebe, sondern
weil es historisch seinen tiefen Grund hat.
Die Griechen sind das erste, und neben den
Italienern der Renaissance und den Japanern
das einzige Volk, das seine ganze Kultur

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