Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 134
(PDF, 126 MB)
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U. K. S UMMETS BERGER, AUSGEF. V. H. SUMMETSBERGER

GLASSERVICE VON FRL. JUTTA SIKA « AUSGEF.
VON E. BAKALOWITS SÖHNE, WIEN « « « « « c

Verflachung der reformatorischen Tendenzen
im modernen Kunstgewerbe erkennen. Es
sind zum Teil zwingende äussere Umstände,
die eine solche Verflachung herbeiführen. Es
hiesse Unmögliches verlangen, wollte man
die Forderung aufstellen, dass die grosse
Menge der Konsumenten wie der Produzenten
den tieferen Sinn der modernen kunstrefor-
matorischen Bestrebungen begreife. Für
sie ist alles Mode, und sie bemächtigen sich
aller von künstlerischer Seite gebotenen Anregungen
mit kritikloser, naiver Neuerungssucht
. Dass es sich um höhere Ziele handelt
, dass unser modernes Leben mit den
Kunstformen in Einklang gebracht werden
soll, dass es gilt, einen treffenden Ausdruck
zu finden für unsere Bedürfnisse, unsere
sozialen Verhältnisse und Beziehungen, unsere
technischen Erfindungen und neuen Bearbeitungsweisen
, für unsere hygienischen Erfahrungen
und neuen ästhetischen Anschauungen
, das sind viel zu komplizierte Gedankengänge
, als dass Käufer und Erzeuger,
die noch dazu durch Decennien nach ganz
anderer Richtung geschult wurden, darauf
einzugehen vermöchten. Hier bedarf es eines
längeren Uebergangsstadiums, das eben in dieser
Marktware zum Ausdruck kommt. Ja dieses
Uebergangsstadium, das in einer seltsamen
Mischkunst zu Tage tritt, ist geradezu notwendig
und wünschenswert, damit die ernsten
Vertreter der neuen Richtung Zeit gewinnen,

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