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-s?^=ö> AUS MÜNCHENS KUNSTINDUSTRIE -C^^
LEUCHTER VON BRUNO PAUL (1, 2), RICH. RIEMERSCHMID (3) UND PAUL HAUSTEIN (4) « « «
AUSGEFÜHRT VON DEN VEREINIGTEN WERKSTÄTTEN FÜR KUNST IM HANDWERK, MÜNCHEN
nicht genug nach den Erfordernissen der
Zweckmässigkeit und des Komforts. Was
soll es z. B. heissen, wenn W. Schmitt
die Füsse seines Speisetisches durch ein
plumpes, messingbeschlagenes Brett verbindet,
das die bei Tische Sitzenden verhindert, die
Füsse nach Belieben vorzustrecken oder zurückzuziehen
? Immer ist es viel mehr der
neue als der gute Einfall, der die Herren
verlockt, vom Herkömmlichen abzuweichen.
Nicht gegen alles Gewohnte und Erprobte
mit neuen Einfällen anzukämpfen, ist die Aufgabe
der modernen Kunst. Auch vor dem
Berge wohnen Leute, die wissen, was brauchbar
, gut und angenehm ist. Dazu haben wir
nicht eine alte Kultur hinter uns, um die
simpelste Aufgabe ab ovo zu beginnen. Das
Hergebrachte vorurteilslos und strenge auf
seine Zweckmässigkeit, Güte und Schönheit
zu prüfen und es durch Schöneres, Besseres
und Zweckmässigeres zu ersetzen, das ist es,
was die moderne Welt verlangt.
E. BEYRER JUN. « WEINKÜHLER MIT STÄNDER E. VETTER « SCHIRMSTÄNDER
AUSGEFÜHRT VON JOSEF ZIMMERMANN & CO., MÜNCHEN
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