Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 140
(PDF, 126 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_06_1902/0152
-^=^> AUS MÜNCHENS KUNSTINDUSTRIE

entworfen von a. endell entworfen von j. berchtold eigener entwurf der firma

standlampen « ausgeführt von josef zimmermann & co., münchen

AUS MÜNCHENS KUNSTINDUSTRIE

Die Metallarbeiten der Vereinigten Werkstätten
stellen sich den Möbeln dieser Firma würdig zur
Seite. Zum grossen Teil sind es die gleichen
Künstler, die für beide Techniken arbeiten, daher
-die Aehnlichkeit ihrer Vorzüge. Nur Paul Haustein
ist Specialist; aber auch er gehört ganz in
den künstlerischen Familienkreis, den die Vereinigten
Werstätten bildeten. So starke Individualitäten
wie Pankok und Riemerschmid sind auf
diesen Kreis nicht ohne Einfluss geblieben. Sie
haben ihm ein Gepräge gegeben, das sich glücklicherweise
nicht durch Nachahmung ausdrückt,
sondern lediglich durch eine gemeinsame künstlerische
Richtung zu Tage tritt. Das zeigt auch
Rochga, der, so wie Haustein, Frl. Sapatka und
W. Kepler, eine wertvolle Bereicherung der kleinen
Künstlerschar bildet. Dieser verbindende Werkstatt-
geist unterscheidet die Arbeiten der Vereinigten

Werkstätten in charakteristischer Weise von den
Erzeugnissen anderer Institute, von denen wir jene
der Firma Josef Zimmermann & Co. hier abbilden
. Wenn dort strenge Linienführung, sorgfältig
abgemessene Grössenverhältnisse und nur ganz
bescheidener Schmuck die Mittel für die künstlerische
Gestaltung abgeben, so bilden hier reichere
Ziermotive und eine gewisse Formenfülle das gemeinsame
Element. Dort meist flächiges, poliertes
Messingmetall, hier nur mattglänzendes, bild- und
schmiegsames Eisen. So bringt fast jede Werkstatt
einen eigenen Zug in alles, was von ihr ausgeht.

In diesem Sinne hat sich auch die Schreinerei O.
Matthes durch Ausführung der von R. A. Schroe-
der und Architekt P. Troost entworfenen Möbel,
die wir auf Seite 144 und 145 leider nach mangelhaften
Aufnahmen wiedergeben, ein vielversprechendes
Zeugnis ihrer Tüchtigkeit ausgestellt.

140


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_06_1902/0152