http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_06_1902/0168
-s?4^> THEODOR FISCHER
DAS IM BAU BEFINDLICHE LANDHAUS E. RIEMERSCHMID IN STARNBERG
das Motiv des Aussichtsturmes, und zwar
3er Formenwahl des Mittelalters, ausführen.
; Umwallung mit dem von zwei schwerigen
Rundtürmen flankierten Eingangsthor
i seitlich angefügten Wärterhaus lässt hier
malerisches Element mit hineinspielen, das
zwar an sich von grossem Reiz, aber an
dieser Stelle dem späteren Ergebnis an
idealer Eindringlichkeit entschieden unterlegen
ist.
Hatte Fischer hier Gelegenheit gefunden
, einen ihm schon von früher nahestehenden
Vorwurf in voller Freiheit, unter
den günstigsten äusseren Bedingungen persönlich
auszugestalten, so betrat er mit
den kommunalen Bauten, die ihm seine
Stellung zuwies, eigentliches Neuland. In-
dess erwies es sich bald, dass gerade eine
künstlerische Persönlichkeit wie die seine
hier den ihr zusagenden Boden gefunden
hatte, auf dem Werke von reformatorischer
Bedeutsamkeit nicht ausbleiben konnten.
Die Schulhäuser, die München durch
Fischer hat erbauen lassen, haben eine
Berühmtheit erlangt, weit über die Grenzen
grosse, das seines stolzen Namens würdig die
ist. Wie sich die monumentale Schluss- in (
form, die Treppeninneres und Besteigbarkeit Die
gänzlich ausschliesst, aus den Vorstufen der fäll
künstlerischen Idee herausgeschält hat, das unc
illustrieren zwei erste Entwürfe (Seite 161), ein
GRUNDRISS ZU OBIGEM LANDHAUS
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