Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 164
(PDF, 126 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_06_1902/0176
-s3^ö> THEODOR FISCHER

hsAu.

mm

Breite 21 m, Höhe des Turmes 34 m.
Das Baumaterial ist, soweit Stein verwendet
wurde, Muschelkalk, das übrige
verputzter Backstein. Ein gewisser Ein-
fluss des romanischen Elementes auf
die Formengebung macht sich bei einem
früheren Entwurf noch deutlicher geltend
, wo die Vierung von einer mächtigen
achteckigen Kuppel überwölbt wird,
wo an den Ecken z. B. auch des Chores
Strebepfeiler hervortreten und der charakteristische
Rundbogenfries die Dekoration
des Aeusseren beherrscht. An
den Kern des Baues, das von hohem
Satteldach bedeckte, nach Westen von
einem Stufengiebel verkleidete Hauptschiff
, schmiegen sich nach allen Seiten niedri- Abendmahl wahrnimmt". Südlich vor dem
gere Bauteile an, die hier die Orgelempore, farbig reich ausgestatteten Triumphbogen steht

die Kanzel, wie der Altar, aus gelbem
Veroneser Marmor. Die horizontale
Balkendecke ist kräftig bemalt, die Orgel
steht nicht, wie so oft, auf der Westempore
, sondern in dem Ausbau des
südlichen Querschiffs, also in nächster
Nähe von Kanzel und Altar. Ihren Hauptreiz
aber erhält die Kirche, deren architektonisches
Schema, wie wir sehen,
durchaus einfach und zweckentsprechend
ist, durch die farbige Dekoration. Hier
hat der Künstler, zum Teil in freier Anlehnung
an altchristliche und romanische
Motive, aber im wesentlichen aus der
Fülle des eigenen, im Architektonischen
geschulten, malerischen Könnens, einen
Stil geschaffen, der das heikle Problem
dort die Emporentreppe u. a. m. enthalten. Der der Bemalung von Baugliedern mit grösster
ebenfalls im Satteldach mit.Ciebeln abschlies- Unbefangenheit anpackt und glänzend löst,
sende Turm steht in der Nordwestecke, das Eine detaillierte Darstellung des so Ge-
Hauptportal, durch
eine im Kleeblattbogen
eingewölbte,
säulengetragene Vorhalle
reizvoll herausgehoben
, öffnet sich
nach Süden, nach der
Stadtseite. Das Innere,
ein mächtig wirkender
Raum ohne ausgesprochenes
Querschiff, an
drei Seiten von einer
Empore umgeben, entwickelt
nach Osten
eine flache Apsis mit
einem hinteren Rundgang
, „der zum erstenmal
dieprotestan tische
Gepflogenheit beim

RELIEFS VOM BISMARCK DENKMAL AM STARNBERGERSEE

164


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_06_1902/0176