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hängelampen « entworfen von b. pankok (1) und rich. müller (2. 3)
ausgeführt von k. m. seifert & cie., dresden «««««««««««««
DARMSTADT NACH DEM FEST
Von Benno Rüttenauer
Kein post festum ist ganz erquicklich. Man
muss schon froh sein, wenn die Unerquicklichkeiten
nicht zu früh kommen, nicht
mitten in die Feststimmung hineinfallen.
Und kaum davon blieb die Darmstädter
Künstlerkolonie und ihr Ausstellungsfest verschont
. Das schönste Gefühl herrschte in der
vorbereitenden Zeit, und das Goethesche
O gieb mir auch die Zeiten wieder,
Wo ich noch selbst im Werden war . . .
hat hier seinen melancholischen Sinn abermals
bewährt. Auch hier versprach die
Knospe Wunder. Es ist gerade ein Jahr,
dass ich die Kolonie zum erstenmal besuchte.
Zu sehen war noch nicht viel, umsomehr war
zu hören. Und ein hoffnungsvolles freudiges
Schaffen herrschte. Ein warmer Glaube lebte
in den Gemütern. Er teilte sich einem mit.
Ob man mit Christiansen sprach oder mit
Behrens oder Olbrich, immer hatte man
das Gefühl, Männern gegenüberzustehen, die
erfüllt waren von dem, was sie wollten,
die „im innern Herzen spürten, was sie erschufen
mit ihrer Hand", und die sich wohl
zutrauen durften, das Neue und Grosse, an
das sie glaubten, zu verwirklichen und der
Welt damit ein Festgeschenk zu machen.
Sie waren hierin ganz ehrlich. Die innere
und äussere Teilnahme eines Fürsten, von dem
sie den höchsten Begriff hegten, bestärkte sie
in ihrem Vertrauen. Und in demselben Masse
bestärkten sie andere darin. Besonders Behrens
, dem eine edle Beredsamkeit zu Gebote
steht, wie man sie selten bei Künstlern trifft,
wirkte in hohem Grade suggestiv. Uns
Freunde ergriff ein kleiner Taumel der Begeisterung
. Ausser den Künstlern entrichteten
wir freudig unsern Tribut auch dem
Fürsten, der so viel schöne Hoffnungen durch
unmittelbare persönliche Teilnahme belebte.
Die Künstlerherzen selber quollen über von
Dankbarkeit gegen den fürstlichen Freund.
Dekorative Kunst. V. 5. Februar 1902.
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