Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 194
(PDF, 126 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_06_1902/0206
landhaus windyhill « hofseite mit eingang aus weissem sandstein,
holz- und eisenteile weiss gestrichen, wände und dächer grau ««

schlimm, wenn wirklich die Morris-Schule
das letzte Wort in der tektonischen Neuentwicklung
schon gesprochen, die letzten Folgerungen
schon gezogen hätte. Das ist jedoch
nicht der Fall. In dieser Beziehung macht
ein Faktum jede weitere Erklärung überflüssig
: noch nie ist in irgend einer Londoner
Kunstgewerbeausstellung ein fertiges Zimmer

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grundrisszeichnung zum landhaus windyhill

vorgeführt worden, es handelt sich hier noch
immer lediglich um Einzelstücke und den
üblichen kunstgewerblichen Kleinkram. Dass
es das Zimmer als ganzes ist, dessen sich
eine wirklich ernst zu nehmende Kunst heute
annehmen muss, das scheint überall fest zu
stehen, ausser in London.

Die Geschichtschreibung wird daher einst
in der Entwicklung der neuen Kunstbewegung
vielleicht zwei Hauptabschnitte festzustellen
haben: die Zeit der Ausarbeitung der Grundlagen
durch England bis zum Tode Morris1
und die Zeit des Ausbaues derselben ausserhalb
Englands von da an. Es ist ganz merkwürdig
, wie fast genau mit dem Todesjahre
Morris' rund um England herum die neue
Bewegung einsetzte, in Belgien, Frankreich,
Deutschland und Schottland. Und überall
lag sofort das klare Ziel vor: das Zimmer
als ganzes zu betrachten, es als künstlerische
Einheit auszubilden.

Die schottische Bewegung muss in dieser
Beziehung durchaus als eine von der englischen
verschiedene, mit den kontinentalen
Bewegungen parallel laufende betrachtet werden
. Wie gegen letztere, so macht übrigens

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