http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_06_1902/0219
-3-feö> CHARLES R. MACKINTOSH <ä*-^
\ /
w
i T i
V
i
4»
ch. r. mackintosh « schabloniertes wandmuster
für ein schlafzimmer (»rose«) in rosa und grün
leuchtungskörpern und eine noch grössere
ebenfalls als kleine Streuschmuckteile —
in Fenstern. In ganz schlichte Putzflächen,
wie z.B. die Rahmenteile von Kaminen, setzen
die Mackintosh's in ähnlicher Weise hellleuchtende
Fliesen ein, wie dies z. B. auf
Seite 205 geschehen ist. Solche kleine, mit Vorliebe
quadratische und vertieft sitzende Füllungen
in lebhaften Farben treten auch an den
Wänden, oft als einziger Schmuck derselben,
auf. In allen diesen Fällen liegt die Absicht
eines geheimnisvoll wirkenden, diskreten Edel-
schmuckes vor, der in demselben Masse leuchtend
wirken kann, als er selten auftritt und auf
breiten gänzlich ungeschmückten Flächen sitzt.
Die Wirkung ist sofort eine solche der
grössten Verfeinerung. Und der Vorwurf, den
man sonst den Erzeugnissen der englischen
Kunstbewegung machen konnte, dass sie
lediglich primitiv und bäurisch seien, ist
durch die hier gewählten Mittel beseitigt,
hier ist die Wirkung eine der höchsten
Kulturstufe entsprechende, eine aristokratisch
feine.
Im allgemeinen ist der Grundsatz festgehalten
, die Form so streng und gross wie
möglich stehen zu lassen. Keine Teilung
einer Fläche, wo sie nicht durchaus nötig
ist, keine Gliederung, die sie einschränkt.
Die geschwungene Linie ist aus dem Auf-
207
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_06_1902/0219