Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 210
(PDF, 126 MB)
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DIE GLASGOWER KUNSTBEWEGUNG <ö^=~

charles r. mackintosh « schabloniertes muster einer kirchenbemalung

Mackintosh's, in allen Abstufungen von allein das Anilin gewähren kann. Diese
Tiefrot und Rosa nach Blau hin. Hier sind Töne, in zarten mullartigen Geweben als Vor-
jene zarten zwischen Fleischrot und Lila hänge verwendet, stellen sich in einen merkliegenden
Töne besonders beliebt, die uns würdig anziehenden Gegensatz zu der Strenge,

die sonst in der Dekoration vorwaltet.

Die alleräusserste Selbstzucht in der
Farbe, das ist eines der Geheimnisse
der Wirkung dieser Räume.

Die Behandlung von Wand, Decke
und Fussboden ist die einfachste; in
puritanischer Strenge zeigen sich die
weiten Flächen, als Wandflächen nur
hier und da durch spärliches Rahmenwerk
in grosse Felder eingeteilt. Ein
Horizontalband teilt dann zunächst einen
Fries ab, und die untere Wand zeigt
mit Stoff bespannte oder einfach gestrichene
Füllungen. Nur selten wird
der Fries bemalt, die Füllungen bleiben
stets ungeschmückt. Tapete ist verpönt.
Wo ein Flächenornament auftritt, ist
es aufgemalt oder was zumeist der
Fall ist mit der Schablone aufgetragen
. Das Schablonenmuster hält dann
zumeist wieder zwei oder drei einfache
Töne ein, etwa grün oder rosa, oder
grau, grün und lila, wie das Muster
auf S. 206 zeigt. Dieses letztere Muster
bedeckt den ganzen unteren Teil der
Wand eines Wohnzimmers, dessen Kamin
und anschliessende Sitzecke auf S. 205
wiedergegeben sind. Die Rücklehne der
Sitzecke zeigt graue Leinwand-Polsterfelder
, auf die ein Muster in Grün und

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