Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 212
(PDF, 126 MB)
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CHARLES R. MACKINTOSH « ENTWURF EINES KÜNSTLERHAUSES MIT
ATELIER IN DER STADT « NORDSEITE MIT GRUNDRISSPLÄNEN «««

Weiss aufschabloniert ist. Fast in keinem
Falle greifen die Künstler zu gemusterten
Stoffen. Wo eine Dekoration gewünscht wird,
wird sie aufschabloniert wie hier, oder - - sehr
häufig in andersfarbigem Stoff aufgenäht
(S. 221). Jedenfalls erhebt diese Dekorationsart
den geschmückten Gegenstand in den Bereich
des durchaus Individuellen, wie sie denn

auch sofort vom Beschauer ästhetisch
höher angeschlagen wird als
ein gemusterter Stoff. Eine
andere Art von Wandbehandlung
besteht in der Aufschablonierung
von Ornamenten (Füllungen, Blumenknäueln
u. s. w.) an einzelne
bevorzugte Stellen, etwa die Ecken
des Frieses oder architektonisch
zu betonende Stellen desselben.
Decke und Fussboden werden ganz
unverziert gelassen, den letzteren
bedeckt ein Teppich von einfacher
neutraler Farbe, die Decke zeigt
hier und da die natürliche Balkeneinteilung
.

Immer bildet den Hauptanziehungspunkt
des Zimmers der
Kamin, dem in der Dekoration
auch räumlich eine grosse Rolle
zuerteilt wird, hauptsächlich durch
eine ausgedehnte Erweiterung des
Kaminrahmens. Die Vorsprünge
sind nie sehr bedeutend, der Kamin
tritt nicht als selbständiger Raumkörper
heraus, sondern bildet
nur eine Wandunterbrechung. Das
Eisenwerk des Feuerbehälters ist
stets zierlich geschmiedet, hält
sich aber in strengen, starren
Formen. Bücherbretter und Sitze,
auch Aushöhlungen zum Absetzen
von Trinkgerät werden angebracht
(S. 205). Die paar Quadratfuss um
das Feuer, welche den Kaminplatz
bilden, sind eben in England der
kostbarste Platz des Zimmers, an
dem man es sich so bequem macht,
wie es nur irgend angängig ist.
Eine ganz eigene Stellung nimmt
in der Mackintosh'sehen Kunst
das Mobiliar ein. Man könnte
sagen : es fällt vorwiegend durch
seine Abwesenheit auf. Die Zimmer
machen für unser Alltagsempfinden
einen fast leeren Eindruck. Auch
hier tritt wieder die Neigung
hervor, durch grosse ununterbrochene
Flächen einen erhabenen,
geheimnisvollen Eindruck hervorzubringen
. Fällt nun wirklich hier und da
die Leere der Zimmer auf, so ist doch
zu bedenken, dass unsere gewohnte Vollpfropfung
der Zimmer mit allerlei unnützem
Hausrat sicher ein wunder Punkt in unserem
heutigen Wohnempfinden ist, und dass wir
uns hier sicher in einem entarteten Geschmacksstadium
bewegen. Das Schlimmste

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