Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 232
(PDF, 126 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_06_1902/0244
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den, von dessen Hand auch das
Plakat des Unternehmens stammte.

Die Protektion des Bayerischen
Gewerbemuseums äussert sich dabei
in der Weise, dass dasselbe
über den künstlerischen Wert
der zum Verkauf auszustellenden
Gegenstände (unter Mitwirkung
kunstverständiger Beiräte) entscheidet
und von vornherein —
abgesehen von den unkünstlerischen
Arbeiten — alle unzeitge-
mässen Stücke, welche das künstlerische
Gepräge einer der vergangenen
Stilweisen zeigen, ausscheidet
. Alle zur Ausstellung und
zum Verkauf gelangenden Gegenstände
müssen diese Kontrolle
passieren und werden nicht zugelassen
, sofern sie nicht künstlerisch
und technisch den Ansprüchen
des Museums genügen.
Als äusseres Kennzeichen dieser
Kontrolle dient eine Stempelung.

So war also das Endergebnis
der Meisterkurse eine geschäftliche
Institution, die Errichtung
der ,,Zentralschau- und -Verkaufsstelle der
Nürnberger Handwerkskunst", für welche

NÜRNBERGER MEISTERKURSE: ENTWURF ZU EINER DECKENMALEREI

die Meisterkurse nur eine vorbereitende,
erzieherische Bedeutung haben sollten. Das
Bayerische Gewerbemuseum ist zu beglückwünschen
, dass es in Professor Peter
Behrens eine für die gestellte Aufgabe
höchst geeignete Lehrkraft von machtvoller
Bedeutung gefunden hat.

Das unbestreitbare Verdienst aber, das
tüchtige, durch alte Traditionen gestärkte
Können des Nürnberger Handwerks in den
Dienst der jungen Kunst gestellt und ihm
dadurch neue Impulse und neues Leben
gegeben zu haben, das gebührt dem Leiter
des Museums, Oberbaurat von Kramer.
Die von ihm geschaffene Organisation
kennzeichnet sich als eine That von intuitiver
Erkenntnis dessen, was Not thut,
und als eine solche von nationalökonomischer
Bedeutung.

NÜRNBERGER MEISTERKURSE: ENTWURF
ZU EINER STOFFTAPETE « « «

Für die Redaktion verantwortlich: h. BRUCKMANN, München.
Verlagsanstalt F. Bruckmann A.-G. München, Nymphenburgerstr. 86. — Druck von Alphons Bruckmann, München.


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