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-ö*4=ö> KÜNSTLERISCHES VON DER BERLINER HOCHBAHN <^=^
TEIL DES EISERNEN GELÄNDERS VON DER ÜBERFÜHRUNG AN
DER BÜLOWSTRASSE« ENTWORFEN VON BRUNO MÖHRING *
der Sache willen da; sie sollten das, was
plastisch vor uns steht, gedanklich auflösen
, sie sollen die Fehler und Fortschritte
zeigen und den innigen Zusammenhang
zwischen^ Kultur und Stilentwicklung, soweit
es der uns zugewiesene Raum zuliess.
Die intensive Arbeit ist auch an den
weniger gelungenen Lösungen zu erkennen.
Wir haben bei jedem Schritt das Gefühl
des hohen Ernstes, mit welchem alle
Mitarbeiter an die technische und künstlerische
Lösung herangetreten sind. Und
es ist nicht zum wenigsten der Harmonie
zwischen Architekten und Ingenieuren
zuzumessen, dass die Aufgabe
so arbeitsfreudig unternommen
ist und zu verhältnismässig recht vielen
glücklichen Lösungen geführt hat.
Die Harmonie wurde ganz wesentlich
durch die leitenden Persönlichkeiten in
der bauausführenden Firma Siemens
& Halske, durch die Herren Direktor
Schwieger, dem schöpferischen Interpreten
der Siemens'sehen Ideen, und
Regierungs-Baumeister Bousset, dem
künstlerisch empfindenden Vorsteher des
Konstruktionsbureaus, einerseits und dem
Herrn Regierungs-Baumeister Wittig,
dem Direktor der Gesellschaft für elektrische
Hoch- und Untergrundbahnen,
andrerseits hergestellt. Letzterer hat
selbst verschiedene Architekturaufgaben
sehr feinfühlend und praktisch gelöst,
wie das Kraftwerk, die Haltestelle in der
Prinzenstrasse u. a. m., und in äusserst
vornehmer Weise den Konflikt zwischen
künstlerischem Erfordernis und kaufmännischer
Rentabilität, zwischen Idealität
der Anschauung und Realität der
Verhältnisse zu lösen verstanden.
BRUNO MÖHRING « « EISERNE
STÜTZE AN DER BÜLOWSTRASSE
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