Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 250
(PDF, 126 MB)
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SIEGFRIED WAGNER « « «
ELEKTR. LAMPE AUS ZINN

MOGENS BALLIN « ELEKTR.
LAMPE AUS MESSING « « « «

zerzaustem Haare aus botanisch unmöglichen
Blättern hervorschauen, — dieser ganze Salon-
Greuel, diese verlogene Eleganz für „stilvolle"
Zimmereinrichtungen ungebildeter Parvenüs!
Die Hohlheit unserer Zeit tritt vielleicht
nirgends so greifbar hervor wie hier in dieser
nur auf Schein und Trug und Augenlust berechneten
„Kunstindustrie".

Gegen diese Erniedrigung eines edlen und
für die Volkserziehung wichtigen Gewerbes
hat Ballin mit seinem treuen Waffenbruder

einen Kreuzzug eröffnet. Aus gutem, solidem
Metalle, meistens Zinn, will er in edlen,
einfachen Formen Geschirr und Geräte für
den Gebrauch des täglichen Lebens schaffen.
Er will dem Volke sein gestohlenes Erbteil
an der Schönheit wiedergeben.

Noch sind nicht zwei Jahre vergangen seit
der Eröffnung ihrer Werkstatt, und schon sind
aus ihr zahlreiche Werke Ballin's und
Wagner's hervorgegangen. Die diesem Aufsatz
beigefügten Abbildungen bieten ein übersichtliches
Bild der Thätigkeit dieser
zwei jungen Dänen. Neben Kirchengeräten
, wie das Taufbecken (siehe
Seite 24 6), finden sich die verschiedenartigsten
Gebrauchsgegenstände für das
tägliche Leben, so Schüsseln, Leuchter,
Lampen, Vasen, Tintenfässer, Zigarrenbecher
, Bilderrahmen, Spiegel, darunter
auch reine Schmucksachen wie Gürtelspangen
, mit Silber verzierte Kämme,
silberne Knöpfe u. s. w. Aber bei allen
ihren Arbeiten, sei es nun Frauenschmuck
, seien es Pfefferbüchsen oder
jüdische Jahrzeitlampen, leitet sie der
Gedanke: A thing of beauty is a
joy for ever.

SIEGFRIED WAGNER « ZINNVASE UND BRONZELEUCHTER

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