Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 273
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stein le « die märchenerzählerin * aus »zeichnungen deutscher
künstler«, verlagsanstalt f. bruckmann a.-g., münchen (verkleinert)

DAS BILDERBUCH*)

Von Gustav Pauli

o Kinder beschenkt werden, da giebt es
auch Bilderbücher. Und weil die Kinder
sich nun einmal über alle Bilder freuen, so
gehören die Bilderbücher sogar zu ihren
liebsten Geschenken. Ein dankbareres Publikum
findet ein Künstler nie wieder. Es kritisiert
überhaupt nicht, ja noch mehr, es hat
mit seiner Kritiklosigkeit sogar die grossen
Leute angesteckt. Die meisten Eltern betrachten
unzweifelhaft die Frage des Spielzeugs
lediglich vom ökonomischen Standpunkt
aus. Wenn sie es bezahlen können und die

*) In veränderter und verkürzter Form ist das
Nachstehende als Vortrag gehalten worden auf dem
Kunsterziehungstag in Dresden am 28. Sept. 1901.
Vgl. Kunsterziehung, Leipzig 1902, p. 130.

Kinder ihre Freude daran haben, so ist es
gut. Nur wenige minder harmlose Eltern
fragen auch beim Spielzeug nach jenem Wert,
der sich nicht nach Mark und Pfennig berechnen
lässt. Wenn solche Eltern sich unter
den neuen deutschen Bilderbüchern der Saison
umsahen, so mussten sie wieder die betrübende
Wahrnehmung erneuern, wie wenig
Gutes, wie wenig künstlerisch Wertvolles
erschienen war - - vielleicht nur zwei Bilderbücher
, und auch diese nicht ganz einwandfrei.

Und dabei ist doch das Bilderbuch ein
ganz besonders wichtiges Spielzeug, weil es
die Kinder unvermerkt ein wenig Kunst gemessen
lehrt. Ja, es könnte ein künstlerisches
Erziehungsmittel ersten Ranges werden. Wir

Dekorative Kunst. V. 8. Mai 1902.

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