Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 299
(PDF, 126 MB)
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-sr4^> DAS BILDERBUCH <^^~

»ABENDS, WENN ICH SCHLAFEN GEH',
VIERZEHN ENGEL BEI MIR STEH'N---.

aus: nelly bodenheim, »handje-plak«
verlag von s. l. van looy, amsterdam

neten „Wicht" geliefert, dem wir unseren
heutigen Heftumschlag anvertraut. — In den
drei Jahren seines Bestehens hat sich „Knecht
Ruprecht" so reich und günstig entwickelt,
dass man den Einfluss, den er infolge seiner
führenden Stellung auf das deutsche Bilderbuch
nimmt, froh und dankbar willkommen heisst.
Nur das Eine kann er als Sammelwerk, in dem
noch dazu so ausgesprochene und verschiedenartige
Individualitäten zusammenwirken, nicht
bieten: die Einheitlichkeit des Ganzen alsBuch.

Hier stehen die gerlach'schenJugend-
bücher (Seite 287—289) obenan. Jedes Bändchen
ist einem einzelnen Künstler anvertraut
und als abgeschlossenes kleines Kunstwerk
ausgestaltet. Aehnliches wurde ja schon vorher
in Fischer & Franke's „Jungbrunnen"
(Seite 286, 287) angestrebt und zum Teil auch
erreicht. Nur ist die archaisierende Richtung
dieser dankenswerten Ausgabe eine etwas einseitige
Liebhaberei und liegt speziell dem kindlichen
Verständnis ferner, als die in ihrer
schlichten, lebendigen, von volkstümlichem
Humor durchwehten Natürlichkeit leicht ansprechenden
Illustrationen Weissgerber's,
Loeffler's und Taschner's. Auch die geschmackvolle
Gesamtausstattung und das handliche
Format dieser Märchenbücher werden
nicht verfehlen, zu deren verdienter Verbreitung
das ihrige beizutragen.

Uebrigens stellen immer mehr junge
Kräfte ihre schöpferische Begabung in den
Dienst des Bilderbuches. Unsere farbigen Beilagen
zeigen einige Proben; und wenn
wir Eichler's originellen, phan;..siereichen
„Herbst" (dem „Märchenbuch
der Münchner Jugend" entnommen),
O. Zwintscher's und E. Orlik's gemi-t-
und humorvolle Illustrationen zu „Die
drei Männlein im Walde" und „Der
Ranzen, das Hütlein und das Hörnlein"
betrachten, so freuen wir uns darüber,
wie der alte, deutsche Märchengeist
noch lebendig ist, welch frische, kräftige
Blüten er wiederum treibt.

Auf die holländischen Bilderbücher,
denen ein eigener Aufsatz leider nicht
mehr gewidmet werden konnte, möchten
wir hiermit noch besonders aufmerksam
machen. Nicht nur van Hoytema's zum
Allerbesten zu zählende Vogeldarstellungen
(Seite 294 u. 295), sondern auch
Illustrationen wie die suggestiven, anmutigen
Märchenbilder Wenckebach's
(Seite 296 u. 297) oder die lieblichen
Kinderscenen von Nelly Bodenheim
(S. 299) verdienen liebevolle Beachtung
weit über die Grenzen Hollands hinaus.

ff II

AUS: »GERLACHS JUGENDBÜCHEREI«

.....,.,„,„,f,„- ■

lk kwam laalsf in een poppenkraam
Waaral die mooie poppen shaan
lk zei wal- doen die poppen hier
Diepoppen drinken poppenbier
Diepoppen drinken poppenw|jn
Wat zullen die poppen vroolijk zijn

verkleinerte seite aus: nelly bodenheim
, .het regent — het zegent« «« «
verlag von s. l. van looy, amsterdam

299

38*


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