Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 329
(PDF, 126 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_06_1902/0351
-ss=4^> NÜRNBERGER HANDWERKSKUNST -C^^

d. meinecke « entwurf zu einem knauelbecher

Besonders aus Else Oppler's Arbeiten,
den Kissen, Decken etc. gewinnt man den
Eindruck, dass hier die behandelten Stoffe,
das rein Technische selbst bereits zu einer
künstlerischen Aussprache gebracht worden
sind.

Daneben ist Auguste Hämmel zu nennen

mit einer reichen Anzahl Entwürfe für Buchschmuck
, Lederarbeiten, Stickereien etc., die
grosszügig erdacht und gemacht, und mit
feinstem Empfinden für Linienwirkung, ganz
abgesehen von der Ausführung und dem
Material, erfunden worden sind (Abb. Seite321,
334, 335).

Auch Louise v. Forster hat sehr aparte
Muster geschaffen, und in Emma Volck's
Decken und Zeichnungen für Klöppelspitzen
und genähte Leinenspitzen finden wir das
starke Behrensornament mit weiblicher Grazie
durchdrungen (Abb. Seite 339).

Das sind Neuerscheinungen im Nürnberger
Kunsthandwerk, und es ist nur freudig zu be-
grüssen, wenn hierdurch dem Hausgewerbe
neue Anregungen zugeführt werden. Und
hier auf dem Gebiet der Weissnäherei,
Stickerei, der Aufnäharbeit etc. ist noch manches
zu thun, wie es denn überhaupt dem
feinen weiblichen Instinkt vorbehalten sein
wird, eine ganz besondere Rolle bei dem erwachenden
Bedürfnis der häuslichen Kunstpflege
zu spielen.

Man hat hier, ganz allgemein genommen,
die freudige Empfindung, wieviel sich doch
aus dem modernen Ornament machen, wieviel
sich damit gestalten lässt, je nachdem
es die Associationszentren befruchtet. Beweis
dafür sind die Posamentierarbeiten und

Dekorative Kunst. V. 9. Juni 1902.

d. meinecke « entwürfe zu holzsäulchen

42

329


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_06_1902/0351