Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 330
(PDF, 126 MB)
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-s^> NÜRNBERGER HANDWERKSKUNST <^7-

J. ULMER « ENTWURF ZU EINER GESCHNITZTEN TRUHE

Borten von G. Arold (Jean Arold), welche
uneingeschränktes Lob verdienen (Abbildung
Seite 338). Kaleidoskopartig ergeben sich
immer wieder neue Kombinationen, je nach
der behandelnden Persönlichkeit. - - Was kann
ein Sarasate nicht alles auf einer einzigen
Saite spielen!

Auguste Hammel hat einige ihrer Arbeiten
durch den Buchbindermeister Kaltmaier ausführen
lassen, welcher gleichzeitig am Kurs
teilnahm und mit eigenen flott entworfenen
und gediegen ausgeführten Bucheinbänden in
geschnittenem und gefärbten Leder vertreten
ist (Abb. Seite 335). Der Buchschmuck ist ja
längst ein Gebiet geworden, für das die besten
künstlerischen Kräfte mit revolutionierender
Thätigkeit sich ins Zeug gelegt haben. Bei
den Vorsatzpapieren bleibt Kaltmaier bei der
Marmorierung, welcher Technik er in den
Kursen eine ganze Anzahl Muster abgerungen

hat, die sich durch eigenartige reizvolle Farben
auszeichnen.

Weiblicher muten die Menukarten und Papeterieentwürfe
des Lithographen K. Scharsich
(i. F. Wolfrum & Hauptmann) an; sie
sind nicht so rassig, wie die Mehrzahl der
übrigen Arbeiten.

In sehr aparter Weise sind drei Dekorationsmaler
vertreten. K. Schäfer, von
welchem bereits Heft 6 zwei Entwürfe brachte,
hat als seine Specialität Stofftapeten und Vorhangstoffe
ausgebildet, welche in der bekannten
Schabloniermethode auf Jute aufgemalt
sind. Es ist nur zu wünschen, dass
sich diese Art der Wandbespannung mehr
einbürgert, um mit der Papier- und Ledertapete
und der Täfelung eine angebrachte
Abwechslung zu ermöglichen. Auch die zart
gehaltene Decke desselben Meisters (Abb.
Seite 337) und der machtvolle, energisch hin-

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