Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 338
(PDF, 126 MB)
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^=4g5> NÜRNBERGER HANDWERKSKUNST <^s-

f. semmelroth « brosche aus elfenbein, kämme aus schildkrot « e.topf « vorstecknadeln

von eingreifendster Art. Blasses Goldgelb unechter Färbungen wirklich schön wäre!
hatte sich in schmutziges Grau, warmes Aber die Anilinfarben sind schlechter als
Orange in schmutziges Braun oder Gelbgrün, ihr Ruf und rechnen mit unentwickeltem
einfaches Gelb in totes Graugrün umge- Geschmack; denn ihre sogenannte Brillanz
wandelt; eine rote Farbe war in mannig- trägt fast durchwegs unfeinen, giftigen Cha-
fache Töne auseinandergespalten. Wenn nur rakter. Es wäre zu wünschen, dass sich im
wenigstens das ursprüngliche Aussehen so Publikum eine tiefere Kenntnis dieser Sachlage
und kräftige Abneigung
gegen Anilinfärbungen entwickelte
. Sie werden benutzt,
weil sie bequem in der Färberei
und billig sind, und keine
ernste Protestbewegung hat bisher
ihre Herrschaft erschüttert.
Und doch liegt hier eine bedeutsame
Frage künstlerischer
Kultur verborgen,und vom Standpunkt
des Geschmackes und der
Solidität muss man wünschen,
dass die berufenen Kreise alle
Energie und Findigkeit darauf
verwenden, die echten und
wirklich schönen, vegetabilischen
Farbstoffe einfacherem
und billigerem Gebrauche zugänglich
zu machen! Als die
persische Textilindustrie eine
Zeit lang Anilinfarben verwandte
, hat sich die dortige
Regierung entschieden und er-
gottlieb arold « posamentierarbeiten folgreich gegen die weitere

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