Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 339
(PDF, 126 MB)
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-v=4sd> DIEFARBENSCHAU IM KAISER WILHELM-MUSEUM KREFELD <^-^

Einführung der Farben gewehrt
, wie aus den folgenden
Zeilen Lord Curzon's in
seinem Buche Persia hervorgeht
: „The introduction of
aniline dyes, though strictly
prohibited by the Government
, has had a lamentable
effect in causing the entire
carpet-trade of Persia and
in fact all her noble textile
fabrics. But the Persian
Government saw at an early
day the peril that lay in
colours so fatal to all true
artistic effort and stringent-
ly forbade the admission of
aniline dyes into the coun-
try."*) Was für Persien zu
schlecht war, sollte es dauernd
für deutsche Wohnungsausstattung
und Kleidung noch
gerade gut genug sein?

Die krohn'schen Farbentafeln
sind zwar bereits seit
anderthalb Jahren in Krefeld,
aber erst die Farbenschau hat
ihre endgültige Einführung
übernommen. Es handelt sich
um eine Sammlung von Tafeln
mit gut abgestimmten Farbenharmonien
, die teilsderNatur,
teils der Kunst entnommen
sind. „Jedes Blatt ist ein einheitliches
Ganze, dessen Farben
einem einzelnen Tier,
einem bestimmten Stoff u. s. w.
entsprechen. Jede Farbe ist
unter Benutzung von Gummi
als Bindemittel auf schmale
Papierstreifen gemalt." Man
sieht auf den einzelnen Papierstreifen
nur stumpfe,
gleichmässige Töne; denn es
fehlt innerhalb der einzelnen
Nuance jede Abschattierung;
es fehlt der Reiz der Oberfläche
, der, innerhalb gleicher
Farben, Naturgebilden und
Stoffen charakteristisches Gepräge
und besonderen Zauber
verleiht. Auch die eigentümliche
Wirkung, welche
die mannigfaltige Vereinigung
verschieden grosser Farben-

*) Anm. Ich verdanke diese Mitteilung
Herrn Direktor Deneken
in Krefeld.

emma volck « spitzenmuster

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