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^4sg> MODERNE INNENEINRICHTUNGEN <^^=-
ED. WIEGANDT, BUDAPEST «
drei Varianten den engen architektonischen
Zusammenhang mit der Kirche her. Am
glücklichsten wohl da, wo sich aus der wuchtigen
steinernen Balustrade, die der vom Querschiff
gebildeten Ecke einen rechtwinkligen
Abschluss giebt, der Brunnen in Form eines
von vier Rundgiebeln und einem Spitzdach
überragten gedrungenen Rundpfeilers erhebt.
Unter ihm öffnet sich in einem Rundbogen
die Wasserschale; auf dem Postament des
Pfeilers stehen, an diesen gelehnt, die Gestalten
des Abtes und der Kaiserin, welche
schützend ihre Hand auf das Haupt des einen
wappenhaltenden Knaben legt. Das Ganze
hängt wohl in den Proportionen und in einzelnen
Details, wie der Form des Kapitells,
mit der romanischen Stilsprache zusammen,
giebt sich aber im Aufbau und besonders in
der ungesuchten Anmut, mit der die beiden
Figuren der Architektur eingeordnet sind, als
RANK UND SEKRETÄR
ein mit bemerkenswertem Feingefühl vor allem
architektonisch durchempfundenes Neues. Daneben
will der Gedanke, über dem Brunnenbecken
eine mehrfigurige Scene vollplastisch
in einem Steinbogen unterzubringen, den ein
zweiter Entwurf verkörpert, als eine Art
Kompromiss mit Reliefbildungen weniger klar
und darum auch weniger monumental erscheinen
, während sich die Verbindung der
mächtigen sechseckigen Brunnenschale mit
einer von zwei gedrehten Säulen getragenen
Bogenhalle, die sich wiederum an die Kirchenwand
anlehnt, in ihrer massigen Formen-
gebung für das schlichte Motiv zu anspruchsvoll
präsentiert. Durch die Zurückhaltung
in den architektonischen Teilen sichert sich
der Entwurf Ignatius Taschner's eine im
guten Sinne populäre Wirkung: hier bekrönt
die Figur des Abtes Magnus den ganzen
Aufbau, der sich aus einer Rundschale und
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