Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 412
(PDF, 126 MB)
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UNSER MONUMENTALES GESAMTEMPFINDEN

Ein Miethaus, welches, aussen Modernität,
im Innern die luftlosen, ungesunden, dunklen
Räume, die Rohheit unserer Hofanlagen, diese
Lichthöfe, beibehält, ist ebenso eine Albernheit
und Lüge, wie jenes, welches mit deutschen
Renaissancetürmchen und falschen Kuppeln
prunkt.

Licht, Luft, Lust muss innen herrschen! Nur
dann ist es glücklich gebaut, wenn auch das
Innere Gesundheit, das ist Schönheit, atmet.

Bei dem ständigen Wechsel der Parteien,
somit veränderlichen, individuellen Lebens-

J. G. GILLESPIE « STANDUHR
IN METALLTREIBARBEIT «« « •

SEKRETÄR AUS GRAUGEBEIZTEM HOLZ MIT SILBERNEN
BESCHLÄGEN « ENTW. VON SAMUEL WYLIE UND E. A.
TAYLOR « AUSGEF. VON WYLIE & LOCHHEAD, GLASGOW

forderungen, müsste man darauf sinnen,
bleibend eingeteilte Räume, wie Küchen, Badezimmer
, Vorhallen zu bauen, und dann eigentliche
Wohnräume, die durch leicht verschiebbare
Querwände, je nach Bedürfnis der individuellen
Gewohnheit, des Berufes, des
Geschmackes der Bewohner, mit geringer
Mühe einzuteilen wären. Ein Leichtes! An
Decke und Fussboden könnten kostenlos, bald
da, bald dort ein Holz- oder Eisenfalz eingeschraubt
werden, um die hineinschiebbaren
Zwischenwände festzuhalten; auch die Thürpfosten
wären versetzbar und als mitstützendes
Glied, den Wänden einzufügen. Damit
wäre ein praktisches, dem modernen Wechsel
angepasstes System geschaffen, welches eine
Reihe von Verbesserungen mancher Ausstattungsfragen
nach sich zöge. Infolge dessen
müsste das dekorative Schema unserer Plafonddekorationen
und unserer Fussböden eine
Aenderung erfahren. —

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