Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 416
(PDF, 126 MB)
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-5-£s£> UNSER MONUMENTALES

GESAMTEMPFINDEN ~C^=^

C. R. ASHBEE « THEETISCH

bei Neubauten nicht nur unsere eigene Bauart,
sondern auch jene vollste Harmonie mit den anliegenden
, alten Kunstschöpfungen zu fordern.

C. R. ASHBEE « LÜSTER

C. R. ASHBEE « LEHNSTUHL

Es ist Parvenutum, Altes, Historisches
mit all seinen Erinnerungen zu zerstören
und Neues protzig hinzusetzen, sowie hoher
Bildungsstufe greuelhaft, wenn alte Kunstwerke
durch brutale Effekte und aufdringliche
Zinshäuser ihrer souveränen Ruhe beraubt
werden. Diese Harmonie ist vollkommen zu
erreichen, ohne auch nur ein Atom echter
Eigenart zu opfern, geschweige in leere Nachempfindung
zu versinken.

Indem wir jene Raumgefühle, mögen sie
erhaben, majestätisch, heilig, mystisch, ernst,
feierlich oder heiter sein, jene Stimmungen,
welche ehrwürdige Denkmäler in uns wachrufen
, gleichsam als musikalisches Leitmotiv
bei unseren Strassenbildern, Platzanlagen,
kurz bei der nächsten Umgebung entsprechend
durchführen, und in unseren Neubauten mit
reichen Variationen ausklingen lassen, können
wir durchaus modern bleiben und dabei eine
symphonische Wirkung erzielen.

Ja, mag dann die Innenstruktur, dem Zwecke
des Gebäudes entsprechend, ihre eigene Symbolik
und Charakteristik haben. Sache des
Künstlers wird es sein, durch die richtige
vermittelnde Variation die Dissonanzen nach
aussen hin zu versöhnen. Wir neue Menschen,
die wir die richtige Erkenntnis für die Vergangenheit
mitbringen, werden dann um eine

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