Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 6. Band.1902
Seite: 453
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_06_1902/0475
DIE TURINER AUSSTELLUNG -C^s^

Empfangs- und Speisezimmer) ist nichts Neues,
und hier kommt mancher böse Fehler zum
Vorschein. Es galt also eine voll eingerichtete
Villa zu zeigen. Allein ich vermisse
Küche und Wirtschaftsräume, ich vermisse
sogar den Speiseaufzug, was sicher wichtig gewesen
wäre. Dann: es ist kein Arbeitszimmer,
kein Schreibtisch da; in der That man kann
weder eine Stunde arbeiten, noch eine Stunde
Karten spielen, in diesem bürgerlichen Landhause
. Und schliesslich es lässt sich
gar nicht ausdenken, was für Menschen hier
wohnen sollen auch hier kein Kinderzimmer
; auch hier ist eben alles nur Ausstellung
. Fiktive Schauräume sind in dieses
Haus zusammengetragen worden, und die
Wirkung der Behaglichkeit, die so leicht zu
erreichen gewesen wäre, Hess man sich entgehen
. So kann ich nur im einzelnen anmerken
, dass die braune Halle nach Entwurf
von Baurat Baumann von J. W. Müller
sehr fein und gediegen ausgeführt wurde,
dass ein Zimmer von Jakob und Joseph
Kohn die Technik des gebogenen Holzes
für die neue Linienkunst zu nützen weiss,
und dass das Speisezimmer von Portois & Fix
elegant ist. Neben mehreren schon von
vergangenen Ausstellungen bekannten Interieurs
fällt dann (als bester Raum hier)
ein Boudoir von Witzmann auf, im Grund-
riss allerdings unglücklich, da zwei Erker
schief nebeneinander stehen, in der weiss-
grünen Farbenstimmung aber sehr angenehm
und geradezu charmant in den graziösen
Formen. W. Fred

jMfc ^ ^

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