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-sr4^> VON AUSSTELLUNGEN DENKMALER
pvÜSSELDORF. Die Städtische Gemälde-Galerie
*^ ist im abgelaufenen Verwaltungsjahre durch
Schenkungen von Kunstwerken in erfreulicherweise
bereichert worden. Es wurden der Galerie überwiesen
Gemälde von Richard Burnier »Stier auf der
Weide«, von Ferdinand Brütt »Ein Atelierbesuch«,
von Ferdinand Fagerlin »Eifersucht«. Kommerzien-
rat Freiherr August von der Heydt in Elberfeld
schenkte der Sammlung einen Bronze-Abguß der
den Brunnen im Schloßhofe von Burg an der
Wupper krönenden Ritterfigur von F. Courbillier.
Die Gesamtzahl der Mitglieder des Galerie-Vereins
beträgt jetzt 403 statt 279 im Vorjahre, aus den
Einnahmen der letzten Verwaltungsjahre verblieb
Ende 1901 ein Bestand von M. 43971. An Erwerbungen
, die im laufenden Jahr bereits für die Galerie
reicher Weise eine Vorführung von Werken Ludwig
Richters geplant, dessen Geburtstag 1903 zum
hundertsten Male wiederkehren wird.
DENKMÄLER
DERLIN. Die Enthüllung des den Abschluß der
Siegesallee bildenden, von Prof. Otto Lessing
geschaffenen Rolandbrunnens ist am 25. August
erfolgt. 11 m fast ist das ganze Werk hoch, ca. 33/4 m
entfallen davon auf die aus Granit hergestellte Gestalt
des Ritters, die, auf einem 7 m hohen Sockel
stehend, aus der Mitte des Bassins heraus die
Brunnenanlage krönt. - Die großen Modelle für
das Haydn- Mozart- Beethoven - Denkmal gehen im
Atelier Prof. Dr. Rudolf Siemering's
allmählich der Vollendung entgegen. Der
Künstler hofft, daß das Denkmal im nächsten
Jahr fertig sein wird. An den drei Hauptflächen
eines tempelartigen Aufbaus erheben
sich, auf Sockeln in antiker Form
frei stehend, die Büsten der Tonmeister
in anderthalbfacher Lebensgröße. Oben
am Gesims erscheinen dekorativ behandelte
Schwäne, über der ganzen in Marmor
auszuführenden Anlage wölbt sich ein
Bronzedach, das von der Marmorgruppe
dreier einen goldenen Kranz tragenden
Genien bekrönt werden wird. — Der Bildhauer
Fritz Gerth hat das Modell des
Denkmals der Kaiserin Friedrich vollendet.
Die Statue zeigt die Fürstin mit der
Königskrone auf dem Haupte, die linke
Hand rafft den Krönungsmantel, durch
die Finger der rechten gleitet die Schnur,
welche aufderBrustden Mantel zusammenhält
. Das gleich der Figur in Marmor
auszuführende Postament ist in der Dekoration
barocken Charakters.
franz von len bach
gabriele lenbach
gemacht wurden, sind zu verzeichnen: Max Claren-
bach, »StillerTag«, Eug. Dücker, »Abenddämmerung«,
Th. Funck, »Bei der Witwe Prins«, Ad. Männchen,
»Steinklopfende Frauen«, Hugo Mühlig, »Winter«,
V. Weishaupt, »Pflügender Bauer«, sämtlich angekauft
auf der jetzigen Deutsch-Nationalen Kunstausstellung
. Daß des weiteren P. Janssen's »Der Weg
des Lebens« und die Marmorausführung von Karl
Janssen's Gruppe einer »Steinklopferin« schenkungsweise
überwiesen worden sind, ward bereits berichtet.
Außerdem sind in allerjüngster Zeit noch eine »Landschaft
« des verstorbenen Prof. Carl Irmer und ein
»Studienkopf« zur Hauptfigur von Mich. Munkacsy's
Bild »Der letzte Tag eines Verurteilten«, das 1S69 in
Düsseldorf entstanden ist, erworben worden. tz.
D
RESDEN. Für die Sächsische Kunstausstellung
des kommenden Jahres ist in möglichst umfang-
/^RONBERG. Das dem Kaiser Fried-
rieh im Talgrunde zwischen Cron-
berg und Schloß Friedrichskron errichteie
Denkmal wurde am 20. August enthüllt.
Das Standbild, von Prof. Jos. Uphues
(Berlin) geschaffen, zeigt den Kaiser in
der Uniform der Pasewalker Kürassiere,
die Rechte umfaßt den Marschallstab, die
Linke stützt sich in die Hüfte.
VfARZIN. Am 1. August ist auf dem
* Herrschaftssitz der Familie Bismarck
eine von Prof. Adolf von Donndorf
in Stuttgart geschaffene und von einer
nahen Freundin des gräflichen Hauses gestiftete
Büste des Alt-Reichskanzlers enthüllt worden.
T/'UFSTEIN. Für die Errichtung eines Denkmals
des Nationalökonomen Friedrich List ist ein
Ortsausschuß zusammengetreten.
1JOMBURG v. d. H. Am 19. August ist die in den
*■ *■ Kuranlagen, gegenüber dem Kaiser Friedrich-
Denkmal, errichtete Kolossal - Marmorbüste der
Kaiserin Friedrich, ein Werk von Prof. Jos. Uphues
(Berlin), enthüllt worden.
W/"IEN. Das hier geplante Kaiserin Elisabeth-Denk-
" mal kommt nun definitiv im Volksgarten zur
Aufstellung, und zwar der Hofburg zugewendet.
Die Platzwahl ist durch die Stille und Grüne des
Gartens eine glückliche. B. Z.
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