Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 7. Band.1903
Seite: 137
(PDF, 173 MB)
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-b-Ss£> DIE KUNST IM HEUTIGEN SPANIEN <^*~

Künstler, die fortfahren, solche große Bilder
zu schaffen, die allenfalls für bedeutende
figurenreiche historische Vorwürfe geeignet
sein mögen, sicherlich aber nicht für inhaltlose
uninteressante Landschaften oder Genrebilder
.

Historienbilder treten überhaupt in den
Hintergrund, Genre und Landschaft werden
dagegen mehr gepflegt. Das Porträtfach hat
manche tüchtige Leistungen aufzuweisen; es
wird zum Teil auch von Malerinnen kultiviert
, die sich in der Hauptsache dem Stillleben
und der Blumenmalerei widmen.

Unter den Bildhauern ragt bei weitem wie
bisher Mariano Benlliure hervor. Neben ihm
müssen wir Agustin Querol und Aniceto
Marinas nennen, dessen Velazquezstatue anläßlich
der Velazquezfeier, die im Jahre 1899
in Madrid stattgefunden hat, enthüllt worden
ist; ferner Llimona y Bruguera, Jose Reynes,
Mateo Inurria, Monserrat y Portela, Campoy,
Castanos, Aisina, Martin Menendez, Cabrera
und manche andere.

Das schwere Unglück, das über Spanien
hereingebrochen, ist der Pflege der Künste
nicht vorteilhaft, wenn aber diese Schicksalsschläge
wenigstens die Folge haben, daß
das Staatswesen unter der Regierung Alfon-

sos XIII. im Innern reformiert und von seinen
großen Schäden, die ihm anhafteten, befreit
wird, so wird auch das Kunstleben alsbald
wieder einen neuen Aufschwung nehmen.

Gustav Diercks

GEDANKEN ÜBER KUNST

Wie tief im Marmorblock das Kunstgebilde ruht
Und wartet, daß der Meister es erlösen solle,
So in der Menschenbrust die Tat, die hehre seufzt,
Daß doch ein Gott zum Leben sie erwecken wolle.

N. von Rantzau

Unsere moderne Kunst und namentlich die Dichtkunst
kann nicht mehr die alte sein; aber die
Familienzüge muß sie denn doch tragen.

Joh. Jacob Mohr

Porträts haben so oft den Blick des Menschen,
der das Auge aus dem Hellen ins Dunkle wendet:
als suchten sie vergebens alles zu erspähen, was
noch in ihren Blick treten wird.

W. von Scholz

Schließlich reift das große Können nur am starken
Empfinden.

Maria Stona

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Die Kunst (Hr Alle XVJII

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