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-sr4^> PERSONAL- UND ATELIER-NACHRICHTEN
CARL KAPPSTEIN lithogr.
PERSONAL- UND.
ATELIER-NACHRICHTEN
DERLIN. Einer der fleißigsten in der Schar der
jüngeren hiesigen Künstler, die sich der längere
Zeit allzusehr vernachläßigten Lithographie wieder
zugewendet haben, darf der Tiermaler Carl Kappstein
genannt werden, von dem uns eine Reihe
vortrefflicher Arbeiten, mit Vorliebe dem Hundeleben
entnommen, erst jüngst wieder zu Gesicht
gekommen sind. Besonders möchten wir hier auf
drei Blätter hinweisen: »Teckelfamilie«, farbige
Lithographie, »Drei Hundeköpfe«, Algraphie (obenstehend
verkleinert wiedergegeben) und »Ein
schlechtes Gewissen«, Algraphie (erstgenanntes Blatt
erschien im Verlag der Vereinigung für Originallithographie
, Berlin; die beiden anderen sind durch
den Künstler, Carl Kappstein, Wildpark b. Potsdam,
Viktoriastrasse 32, zum Preise von je 20 M. zu beziehen
). Aber nicht nur Hunde, sondern auch
Affen und die Vertreter der gefiederten Welt weiß
Kappstein, mit großer Geschicklichkeit in der Handhabung
der lithographischen Technik, trefflich darzustellen
. Daß ihm aber auch die anderen graphischen
Verfahren, wie Radierung u. s. w. nicht fremd
sind, konnte man aus einigen sonstigen wohlgelungenen
Arbeiten (»Birkhahn« Schabkunstblatt,
»Entwischt«, Radierung u. s. w.) ersehen. — Im
Hohenzollern - Museum ist die Aufstellung von
Michel Lock's Marmorgruppe »Ich habe keine
Zeit müde zu sein« jetzt erfolgt und im Anschluß
daran die Kaiser Wilhelm-Gedächtnishalle dem Besuch
geöffnet worden. — Dem Fachlehrer an der
Unterrichtsanstalt des kgl. Kunstgewerbemuseums,
Holzbildhauer Karl Taubert, ist das Prädikat
»Professor« beigelegt worden. — Der Bildhauer
Ernst Waegener hat die für Straßburg bestimmte
Statue des jungen Goethe unlängst vollendet. —
Der Michael Beer-Preis, welcher durch das tragische
Ende des Malers D. Mose frei geworden war, ist für
Michaelis 1902 3 dem Maler Nikolaus Schattenstein
in Wien verliehen worden. — Aus der Ernst
Reichenheim-Stiftung wurden zwei Stipendien von
je 600 M. den Malern Waldemar blohm-Berlin
und Reinhold grohmann-Berlin verliehen. — Der
Bildhauer Ferdinand Lepcke hat nach nahezu
dreijähriger Arbeit das kolossale Gußmodell der
Hauptgruppe des für Bromberg bestimmten Monumentalbrunnens
vollendet, dessen Ausführung' ihm
als Sieger in dem seinerzeit ausgeschriebenen Wettbewerb
übertragen wurde. Den Gegenstand der
Darstellung bildet eine Scene aus der Sintflut, die
Schilderung des Kampfes von Mensch und Tier
gegen die verheerend die Erde überflutenden Wasserwogen
. — Auf einem Vorberge des Riesengebirges
wird im kommenden Frühjahr eine »Rübezahl-
Burg« erstehen, die bestimmt sein soll, die landschaftlichen
Reize und den Sagenkreis des Riesengebirges
künstlerisch zu verherrlichen. Den Hauptteil
der Burg wird eine Gemäldehalle bilden, in der
Hermann Hendrich, der Maler der »Walpurgis-
halle« auf dem Hexentanzplatz im Harz, in acht
großen Gemälden die Rübezahlsage behandelt.
jyjÜNSTER. Dr. Hermann Ehrenberg, bisher
Universitätsprofessor in Königsberg i.Pr., ist als
außerordentlicher Honorar-Professor an die hiesige
Universität berufen worden.
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