Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 7. Band.1903
Seite: 175
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-,r4sö> VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN <2s^>

ist zwar noch klein und ein wenig buntscheckig in
ihrer Zusammenstellung, enthält aber schon einige
hervorragende Werke, wie z. B. ein kraftvolles Gemälde
von Courbet, die »Oelbäume bei Tivoli«
von Thoma, das bekannte große Triptychon, »Die
Arbeit« von Dettmann, ein Hauptwerk von Friedrich
Voltz, das erst vor kurzem aus den recht
ansehnlichen Fonds, die infolge von reichen Stiftungen
wohlhabender Bürger vorhanden sind, erworben
wurde, einen Gabr. Max aus seiner früheren
Zeit, einen Bismarck von Lenbach, und noch
manches andere erwähnenswerte. Da die Möglichkeit
, eine Entwicklung der gesamten Malerei in
Originalwerken zu geben, ausgeschlossen erscheint,
so wird man es versuchen, wenigstens nach und
nach die Hauptführer in der Malerei des neunzehnten
Jahrhunderts, namentlich aber der Deutschen mit
charakteristischen Werken in dem Museum zu Wort
kommen zu lassen, vor allem aber auch junge, vielversprechende
Kräfte zu berücksichtigen. Aehnlich
wie in der Galerie, so sollen auch die periodischen
Ausstellungen nur die hohe und reine Kunst bringen,
wie dies die für diesen Winter von dem Direktor
der Städtischen Sammlungen, dem vom Städelschen
Institut in Frankfurt hieher berufenen Dr. Fries geplanten
Ausstellungen beweisen. An die demnächst
stattfindende Ausstellung von Werken John Con-
stable's, Gainsborough's, William's etc. werden
sich anschliessen eine Thoma-Ausstellung, eine
Steinhausen-Ausstellung und eine Ausstellung von

Werken der bedeutenderen Berliner Künstler. Führungen
, die durch diese Ausstellungen von dem
Direktor veranstaltet werden, und von denen einige
bereits mit großem Erfolg stattgefunden haben,
sollen das Verständnis für gute Kunst in weite
Kreise tragen. #

TVIÜRNBERG. //. Kunstausstellung des Dürer-
^ Bundes Nürnberg, verbunden mit einer Ausstellung
von modernem Nürnberger Kunstgewerbe.
Die Ausstellung hat gegen die vorjährige mancherlei
voraus. Vom Bayerischen Gewerbemuseum wurden
ihr einige Räume mit Seitenlicht eingeräumt. Die
Jurv hat strenger als im Vorjahre gewaltet, die Aufstellung
der Bilder und Gegenstände ist infolge
beider Umstände eine gute. Hervorragend ist die
Ausstellung keineswegs, doch erhebt sie sich zweifellos
über andere lokale und provinzielle Kunstausstellungen
anderer Städte gleicher Größe. Das Kunstgewerbe
ist durchschnittlich besser als die Malerei
vertreten. Auch außerhalb Nürnbergs Mauern werden
Gg. Staiger's ornamentale Entwürfe zu Plafonds
, seine geschickt ausgeführten Bemalungen der
Wandstoffe große Anerkennung finden. F. Kain-
zinger's Arbeiten in Metall haben sich bereits Ruf
erworben. Ein tüchtiger Schüler P. Behrens' ist
K. Lehmann. Selbständiger ist E. Topf. — In sehr
vielen Gemälden machen sich Momenteindrücke
von Bildern Größerer bemerkbar. Putz* breite
Pinselführung, Georgi's kräftige Zeichnung, Farben

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