Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 7. Band.1903
Seite: 197
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-*-£^> VON AUSSTELLUNGEN VERMISCHTES <^=^

MOLTKE BISMARCK ROON

Bildwerke von Harro Magnussen, aufgestellt in der Ruhmeshalle zu Görlitz

DERLIN. Die Nationalgalerie ist aus der Samm-
lung Fiedler mit zwei Gemälden von Arnold
Böcklin und Anselm Feuerbach bereichert worden
: dem lebensgroßen Bildnis der Frau Dr. Fiedler
des ersteren Künstlers, aus dem Jahre 1879 stammend
, und der 1867 entstandenen »Idylle von Tivoli«
des Letztgenannten.

DÄRMEN. In der Gemälde-Ausstellung des hie-
sigen Kunstvereins erregt gegenwärtig eine Kollektion
des Rotterdamer Symbolisten P. C. de Moor
berechtigtes Aufsehen. Die Motive dieser Gemälde
entspringen einer idealen phantastischen Erfindung
und zeichnen sich durch eine eigenartige technische
Behandlung aus. Auf den ersten Blick glaubt man
Antiquitäten zu sehen, Bilder, die jahrhundertelang
in verstaubten Winkeln gehangen haben. Und doch
sind diese seltsam matt gehaltenen, zeichnerisch
mehr wie koloristisch auffallenden Bilderrätsel von
der Hand eines erst jetzt sechsunddreißigjährigen
Künstlers. De Moor hat auf ausgedehnten Reisen
in Syrien, Palästina, Aegypten, Indien etc. wundersame
Eindrücke gesammelt, die er, gemischt mit
traumhaft romantischen Visionen, in Gemälden zum
Ausdruck bringt, deren landschaftlichen Bestandteile,
Architekturen, Menschen und Tiere lediglich der
Phantasie entsprungen, nicht nach der Natur gemalt
erscheinen. Einige Landschaften wie »Abenddämmerung
auf Cythere«, »Jagd der Diana«, »Moses

aus dem Nil gerettet« u. s. w. machen einen noch
am wenigsten gekünstelten Eindruck. Alles übrige
aber und zwar »Kampf um Gottes Glorie«, »Kindermord
zu Bethlehem«, »Die Prinzessin de Lamballe«,
»Der hl. Antonius«, »Das Paradies«, »Die Stunden«
etc. etc. sind Erzeugnisse reiner zum Teil recht
interessanter Phantasiekunst. M.

OASEL. Aus der Galerie Henneberg in Zürich
hat das hiesige Museum ein Pastell Giovanni
Segantini's, »Die beiden Waisen«, erworben.

LJAMBURG. Für die Kunsthalle ist der Altar
der Stadtkirche zu Grabow für 65000 M. angekauft
worden. Der Altar ist eines der Hauptwerke
des Meisters Bertram, der in den Jahren 1367—1415
in Hamburg arbeitete.

VERMISCHTE NACHRICHTEN

/^ÖRLITZ. Am 28. November hat die Einweihung
der aus freiwilligen Beiträgen der Bewohner
der Oberlausitz mit einem Kostenaufwand von
800000 M. erbauten Oberlausitzer Ruhmeshalle und
des damit verbundenen Kaiser Friedrich-Museums
stattgefunden. Der von Architekt Hugo Behr,
Oberlehrer an der hiesigen Baugewerkschule, im
Renaissancestil entworfene Bau erhebt sich im

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