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VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN <^=^
rheinischen Bevölkerung vielen Anklang gefunden.
Eine andere Berechtigung für die Aufnahme in die
Galerie ist kaum vorhanden, denn von dem, was
Uhdes eigenes Wesen und Können ausmacht, ist
auf diesem Bilde nichts zu spüren. S.-M.
LJAAG. Die an Werken der Barbizon-Schule
^ reiche Gemälde-Sammlung des Malers H. W.
Mesdag ist von diesem dem holländischen Staate
als Geschenk angeboten worden. Die dem Publikum
zugänglich zu machende Galerie wird in den Räumlichkeiten
zunächst dem Wohnhaus des Meisters
verbleiben. H. N.
DRESLAU. Der Breslauer Künstler-Verein beging
im Dezember vorigen Jahres die Feier seines
fünfundsiebzigjährigen Bestehens durch ein gelungenes
kleines Fest. Professor Ed. Kämpffer hatte
dazu auf moderne Künstler höchst treffende Parodien
gemalt, welche durch ein Scherzspiel erläutert
wurden. - Bei Lichtenberg stellten in der Weihnachtswoche
u. a. die beiden Erler, Eugen Spiro,
Phillip Erlanger, Walther Meyer-Lüben,
Wilhelm Steinhausen, Hermann Neuhaus-
Wolfratshausen aus. Fritz Erler's »Grauer Tag«
imponierte, wie im Münchener Glaspalast, durch
die kraftvolle Größe der Anschauung, die Schneidigkeit
der Linienführung und das raffiniert abgestimmte
Kolorit. Vielleicht noch bedeutender erschienen
die Naturstudien, wie er sie jetzt zum
erstenmal ausstellte und die eine neue Epoche in
der Entwicklung des interessanten Künstlers zu
bedeuten scheinen. Erich Erler-Samaden, der
gleichfalls sehr gelungene Naturstudien aus den
Hochalpen brachte, hat die Nachahmung Segantinis
glücklich überwunden und wirkt fertiger und ausgeglichener
als je zuvor. Einen weiten Schritt vorwärts
bedeutete auch die Ausstellung Eugen Spiro's,
der nicht bloß einige ausgezeichnete Porträts, sondern
auch eine Reihe sehr fein empfundener, land-
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