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FRÜHJAHR-AUSSTELLUNG DER MÜNCHENER SECESSION <öss^
gendem Maße E. Hegenbarth erkennen,
der mit trefflichen Tierstücken, von denen
ein Paar Ackergäule „In Halbsonne" (Abb.
s. S. 324) und mehrere Ziegenbilder hervorzuheben
sind, die Zügelschule von ihrer
günstigsten Seite her zeigt. Hier sind ferner
auch die Ziegenstudien von Junghanns und
die „Kühe" von Lüdecke gebührend zu nennen
. Neben der Landschaft ist besonders das
Interieur, mit und ohne Staffage, ein bevorzugtes
Feld der jüngeren Secessionsleute.
Auch diesmal sind Stern (Wirtsstube), Niemeyer
u. a. wieder mit flotten Stücken vertreten
, am vornehmsten vielleicht aber J. Dam-
berger mit einigen einfach staffierten Bauernstuben
in dunkler Malerei.
Uhdes vortreffliches Vorbild leuchtet aus
zahlreichen Interieur- und Freilichtstudien,
die Gröber ausstellt; das hübsche „Mädchen
an der Tür" (Abb. s. S. 321) ist ein Beispiel
dafür. Ausgezeichnet als Beleuchtungsstudien,
aber mehr als nur „Malerei", nämlich ein gut
Stück Darstellung des oberbayerischen Landvolks
sind Gröbers „Bayerische Bauern" und
die in die Sonne blickende Bäuerin mit weißem
Kopftuch, „Fürs Feld" betitelt. In seiner
Die Kunst für Alle XVIII.
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