Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 7. Band.1903
Seite: 550
(PDF, 173 MB)
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-sr4^> PERSONAL- UND ATELIER-NACHRICHTEN -C^=^

Linie beachtenswerten schweizerischen Graphiker
getreten. — Franzosen nach Art der Auffassung und
der Technik sind Ed. Vallet (Genf) und Pierre
Vibert (Paris); der erstgenannte hat ein paar interessante
Köpfe da. Vibert ist in einem Kopfe
Rodins (Holzschnitt) raffiniert »primitiv«. Das
sind einige der hauptsächlichsten unter diesen
Schweizer Graphikern. Es fehlen noch mehrere;
aber der Anfang ist gut, und wenn im angebahnten
Wege fortgeschritten wird, so dürfte aus weiteren
Kreisen des Schweizervolkes dem neuen Künstlerverbande
derjenige Erfolg zuteil werden, den er für
sich und nicht zuletzt für die künstlerische Erziehung
seiner Landesgenossen erhofft. g.

"DERLIN. Für den neuen Dom führt der Bildhauer
Prof. Georg Janensch ein Relief, »Luther auf
dem Reichstage zu Worms«, aus, das an der Hauptfront
zur Linken über dem Hauptportal angebracht
wird, darüber, zwischen den Säulen selbst, wird auf
besonderem Sockel das Doppelstandbild von Matthäus
und Markus sich erheben, während neben den
Postamenten die Gestalten der Propheten Jesaias
und Jeremias zu sehen sein werden. Als Pendants
zu diesen Bildwerken führt für die rechte Seite der
Bildhauer Joh. Götz ein Relief, »Luther, mit seinen
Gehilfen die Bibel übersetzend«, sowie die Doppelstandbilder
der Evangelisten Lukas und Johannes
und der Propheten Hesekiel und Daniel aus. Die Figuren
sind im Maßstäbe von ca. 33/4 m gedacht und

august holmberg

Jahres-Ausstellung im Münchener Glaspalast

sollen in Kupfertreibarbeit ausgeführt werden. — Ludwig
Tuaillon hat seine vor der Nationalgalerie aufgestellte
Amazone jetzt in kleinem Maßstabe, gleichfalls
zur Ausführung in Bronze, neu modelliert. —
Der Bildhauer Auguss Gaul arbeitet zurzeit an einem
in doppelter Lebensgröße auszuführenden Löwen-
Bildwerk, das ihm ein hiesiger Kunstfreund in Auftrag
gegeben hat. — Dem Lehrer an der Unterrichtsanstalt
des kgl. Kunstgewerbe-Museums, Bildhauer Wilh.
Haverkamp, ist der Professortitel verliehen worden
. — Als Privatdozent für neuere Kunstgeschichte
hat sich in der philosophischen Fakultät der hiesigen
Universität Dr. Werner Weisbach habilitiert.

A/IUNCHEN. Raffael Schuster-Woldan hat
den Cyklus der zur malerischen Ausschmückung
des Bundesratssaals im Berliner Reichstagshause bestimmten
Deckengemälde mit acht weiteren Bildern,
vier Seitenfelder und vier Eckstücke des Plafonds
füllend, vollendet. Die Gestaltenwelt und Lebensfülle
des seinerzeit auch an dieser Stelle erwähnten
großen Mittelbildes findet in diesen räumlich kleineren
Schöpfungen in rhythmisch bewegten Gruppen und
Einzelfiguren einen mehr konzentrierten und vertieften
Ausdruck. — Der Künstler-Unterstützungs-
Verein hat im Jahre 1902 für Vereinszwecke 32810 M.
verausgabt. Das Vereinsvermögen betrug am Schluß
des Vorjahres 1 146 159 M., was eine Mehrung im
Laufe desselben um 15343 M. bedeutet.

pvARMSTADT. In dem Wettbewerb
um den Zentralbahnhof in Basel hat
Prof. Olbrich nicht, wie auf S. 505 gemeldet
, den ersten Preis, sondern einen
dritten erhalten. Ein erster Preis wurde
überhaupt nicht verteilt, je einen zweiten
erhielten Kuder und Müller in Straßburg
und Zürich und Kurt Gabriel
in Düsseldorf.

I_I EIDELBERG. Professor Wilhelm
* Trübner hat eines der ihm für
die neuerbaute Stadthalle in Auftrag
gegebenen Gemälde vollendet. Es behandelt
den Einzug des Großherzogs
Karl Friedrich, des Wiederherstellers
der Universität, in Heidelberg. Das
zweite Bild wird den Empfang des deutschen
Kronprinzen bei Gelegenheit des
Universitätsjubiläums 1886 darstellen.

REIFSWALD. Als Nachfolger des
in den Ruhestand getretenen ordentlichen
Prof. Geheimrats Dr. Preuner
ist der bisherige Privatdozent an der
Berliner Universität und Direktorial-
Assistent bei den Kgl. Museen daselbst,
Dr. Erich Pernice, zum außerordentlichen
Professor für Archäologie etc.
ernannt worden.

WH EN. Die Maler Rudolf Bacher
und Heinrich Lefler sind zu
Professoren an der Akademie der
bildenden Künste ernannt worden.

/GESTORBEN. In Görz am 21. Juli
der Maler F. G. Rheinfelder; in
München am 4. August der Maler und
Zeichner Fritz Steub, langjähriger
Mitarbeiter der »Fliegenden Blätter«,
geboren 1844; ebenda, am selben Tage
der Bildhauer Joseph Erlacheu.

numismatik

550


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