Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 8. Band.1903
Seite: 24
(PDF, 122 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_08_1903/0036
-S5=4s£> HENRY VAN DE VELDE <ö^-

mit vergoldeten Beschlägen. Beleuchtet wird
der Salon durch 30 Kerzen und Kandelaber.
Das ganze Schiff wird nur mit Kerzen beleuchtet
; Petroleum und Oel sind verboten
an Bord. Das Deckdach in der Mitte des
Salons ist in farbigem Glas ausgeführt. Deckhaus
und Treppe zu den kaiserlichen Gemächern
sind aus spanischem Mahagoni.
Ganz besondere Vorsorge ist für beständigen

Luftwechsel getroffen.....

Der Wunsch, auch einmal der deutschen
Kunst im Handwerk einen solchen Auftrag
zugewiesen zu sehen, ist wohl berechtigt.
Daß sie ihn den höchsten künstlerischen Ansprüchen
genügend würde ausführen können,

darüber besteht wohl kein Zweifel. Vielleicht
ist auch die Hoffnung nicht unberechtigt,
daß der Norddeutsche Lloyd und die Hamburg-
Amerika-Linie sich einmal der deutschen
Kunst annehmen und so ein weiteres stolzes
Blatt dem reichen Ruhmeskranz anfügen
werden, den sie sich bisher zur nicht geringen
Genugtuung ihrer Landsleute erworben
haben. — Vielleicht folgt dann auch unsere
stolze Kriegsflotte dem Beispiele. Möchte
Ihre Zeitschrift und damit diese Anregung
in die rechten Hände fallen, damit dieses
ganze grosse und reiche Gebiet der deutschen
Kunst im Handwerk erobert
werde! Geh. Hofrat Dr. Rolfs

henry van de velde « bettchen, tischchen und sessel aus dem kinderzimmer

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