Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 8. Band.1903
Seite: 91
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-s?^> ENGLISCHE LANDHÄUSER ~(^=^

J. W. BEDFORD UND S. D. KITSON « KAMINECKE DER HALLE IM
LANDHAUSE REDHILL, HEADINGLEY « FRIES VON G. P. BUNKART

an, auch die Verantwortlichkeit für den Innenraum
mit seinem Inhalte in sich zu fühlen,
er sieht ein, daß es mit dem bloßen Herrichten
der Schale nicht getan ist, daß es, um die
erhofften künstlerischen Ziele wirklich zu
erreichen, unbedingt erforderlich ist, daß er
auch die Innendekoration und die Möbel entwirft
. Freilich ist dieses Stadium der Bewegung
eben erst eingeleitet. Es fällt noch
schwer, den Bauherrn davon zu überzeugen,
daß er nur einen halben Schritt tut, wenn
er nicht nur sein altes Haus, sondern auch
sein altes Mobiliar hinter sich zurück läßt.

Unter den Architekten der aufsteigenden
jüngsten Generation haben sich J.W. Bedford
und S. D. Kitson in Leeds in letzter Zeit
durch eine Reihe guter Häuser im mittleren
und nördlichen England vorteilhaft bekannt
gemacht. In den Abbildungen sind Einzelansichten
von fünf derartigen Häusern vorgeführt
. Das 1896 gebaute Landhaus Dalguise
in Harrogate ist ein kleineres Haus mit nur
drei Zimmern im Erdgeschoß. Entgegen der
herrschenden Regel ist hier das Drawingroom,
der Hauptwohnraum, der sonst stets nach
Süden oder Südosten gelegt wird, nach Nordwesten
gerichtet, weil sich hier eine sehr
schöne Fernsicht anschließt. Die Küche ist,
der englischen Anschauung folgend, in einem
besonderen Ausbau herausgeschoben, die
einzige erfolgreiche Art und Weise, die Küchengerüche
nach Möglichkeit auszuschließen. In
das Untergeschoß wird die Küche im heutigen
englischen freistehenden Hause nie mehr
gelegt. Von den Innenräumen dieses Hauses
ist auf Seite 83 nur das einfach gehaltene Speisezimmer
vorgeführt, für das die Architekten
auch die Möbel gezeichnet haben. Das nächste
Haus (S. 84 und 85) zeigt, ganz in unbehauenen
Bruchsteinen errichtet, die rauhe Außenseite,

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