Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 8. Band.1903
Seite: 104
(PDF, 122 MB)
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-s?4sö> EIN MODERNER LADEN ^C^=^

KUNSTSALON DER BUCHHANDLUNG G. A. VON HALEM, BREMEN « NACH DEN
ENTWÜRFEN VON G. HUNGER AUSGEFÜHRT VON HEINRICH BREMER, BREMEN

großen Mitteischranks mit Vitrinen und Aufstellgelegenheit
für große und kleine dekorative
Kunstwerke gelang hier besonders glücklich
und anspruchslos. Die Wandflächen dienen
hier zum Hängen gerahmter Reproduktionen
und graphischer Originale und sind zu diesem
Zwecke ebenfalls ausgenützt durch eine umlaufende
Galerie. Auch zur Veranstaltung
von Vorträgen hat sich dieser Saal schon
bewährt. — Das Bureau des Chefs ist, mit
Glaswänden versehen, derartig eingebaut,
daß es bequemen Ueberblick über beide
Haupträume bietet. Eine kleine Stube mit
Kastenmöbeln für den Vorrat an graphischen
Arbeiten und Reproduktionsdrucken schließt
sich noch an diesen Saal.

In Verbindung mit dem bauleitenden Architekten
W. Blanke ist diese ganze Einrichtung
entworfen und ausgeführt worden von der
größten einheimischen Möbelfirma, der Kunsttischlerei
von H.Bremer; und in deren Zeichenbureau
gebührt dem jungen Architekten G.
Hunger das Verdienst der künstlerischen
Erfindung und Detailierung der ganzen Anlage
. Das verdient besonders hervorgehoben
zu werden, weil sich diese Innenarchitektur
sehr zu ihrem Vorteil von dem Formenragout
unterscheidet, das gemeinhin zu entstehen
pflegt, wenn die Industrie, ohne bewährte
Künstler zu Führern zu haben, sich
die äußerlichen Einzeleffekte selbständiger
Kunsthandwerksleistungen zum Stilmuster
nimmt. Hier ist alles in einfacher, verständiger
Logik aus dem Zweck entwickelt und
gibt so den vornehmen Rahmen für die Aufstellung
der Kunstgegenstände. Rühmlich
genannt zu werden verdienen endlich auch
die ausgezeichneten, materialgemäß und geschmackvoll
gearbeiteten Beleuchtungsgeräte
aus Schmiedeeisen, mit denen Reinhold
Kirsch in München sämtliche Räume ausgestattet
hat. Dr. Karl Schaefer

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